Monheim: Poco füllt Knipprather Busch

Die Bauarbeiten für die Möbelkette haben begonnen, Eröffnung ist im Frühherbst. Damit sind 80 Prozent des Gewerbegebiets vermarktet. Aus dem Rheinpark allerdings gibt es derzeit keine Erfolgsmeldung.

Monheim. Es tut sich gewaltig was an der Baumberger Chaussee mit Blick ins Gewerbegebiet Knipprather Busch. Denn die Bauarbeiten für eine Filiale der Poco-Möbelkette haben begonnen. Und wenn im September oder Oktober planmäßig Eröffnung ist, dann wird das Geschäft einen Großteil des Geländes füllen: Allein die Verkaufsfläche beträgt bereits 6000 Quadratmeter. Hinzu kommen 4500 Quadratmeter Abhollager, 150 Parkplätze sind vorgesehen. Rund 70 Arbeitsplätze werden laut dem Unternehmen entstehen, der Kämmerer kann sich auf Gewerbesteuer freuen. Poco investiert Millionen in das Objekt - eine genaue Summe wird im Firmensitz Bergkamen allerdings nicht genannt.

Die Kunden erwartet nicht nur ein Möbelangebot, das von der Beleuchtung bis zum Teppich reicht. Auch ein Restaurant ist vorgesehen. Monheim ist für Poco strategisch ein guter Standort, wie Expansionsleiter Jürgen Hildebrandt wiederholt betont hat. Denn im Raum Düsseldorf ist die Kette noch nicht vertreten, und sie spekuliert auf reichlich Kunden aus der Landeshauptstadt - da ist vor allem die nahe gelegene Autobahn von Nutzen.

Politischen Streitereien der Vergangenheit über die Qualität der Sortiments zum Trotz: Die städtische Wirtschaftsförderung kann sich die Ansiedlung auf ihre Fahnen schreiben. Und manch einer wird froh sein über die Möglichkeit, Möbel zu günstigen Preisen erwerben zu können.

Laut Bürgermeister Daniel Zimmermann sind nun 80Prozent der Fläche im Knipprather Busch vermarktet. Und wie sieht es mit Monheims größtem Gewerbegebiet, dem Rheinpark, aus? Von den rund 110 000 Quadratmetern sind noch knapp 40 000 Quadratmeter frei.

Hinzu kommt die noch einmal so große Fläche von IMR. Das Recycling-Unternehmen liegt bekanntlich im Rechtsstreit mit der Stadt Monheim, denn die vom Rat nach Anwohnerprotesten verabschiedete sogenannte Veränderungssperre, wonach IMR nun kein Planungsrecht mehr im Rheinpark hat, wird angefochten. Ein von der Stadt beauftragter Anwalt hatte ein Vergleichsangebot von 2,6 Millionen Euro errechnet, davon allein 1,5 Millionen für den Grundstücksrückkauf. Die IMR-Geschäftsführung hingegen zeigt langen Atem und setzt auf einen juristischen Sieg.

Mehr von Westdeutsche Zeitung