Langenfelds zwölfter Mann

Beschluss: Die CDU will am Mittwoch das Public Viewing zur Fußball-WM in Südafrika im Freizeitpark beschließen.

Langenfeld. Zusammen feiern, zusammen leiden. Für viele Fußballfans hat das gemeinschaftliche Erlebnis des Public Viewing den sportlichen Großereignissen der vergangenen Jahre das emotionale i-Tüpfelchen aufgesetzt. Die Übertragungen der Fußball-WM 2006 und der EM 2008 auf einer Großleinwand in der Stadtmitte bildete den festlichen Rahmen eines neuen Gemeinschaftsgefühls.

Aus diesem Grund stellt der Ausschuss für Soziales und Ordnung am Mittwochabend die rechtlichen Weichen für eine dritte Auflage, die so genannte "Public-Viewing-Verordnung 2010" wird auf den Weg gebracht. Ganz Langenfeld kann demnach im Sommer wieder der zwölfte Mann für die deutsche Nationalmannschaft sein, wenn Ballack und Co. in Südafrika um den WM-Titel kämpfen.

"Wir stehen zu dieser Übertragung", sagt Jürgen Brüne, Fraktionschef der CDU. Die 18 Quadratmeter große Leinwand wird diesmal im Freizeitpark aufgebaut. Da die deutsche Nationalmannschaft an maximal acht Spielen bis zum Finale beteiligt sein wird, jedoch auch im Falle eines vorzeitigen Ausscheidens das Halbfinale und das Endspiel großes Interesse finden dürften, werden bis zu neun Partien gezeigt.

Die Kommit, der Marketing-Verband Langenfeld mit Geschäftsführer Jan Christoph Zimmermann, tritt als Veranstalter auf. Ursprünglich war geplant, die Großleinwand vor dem Rodelberg im Freizeitpark aufzubauen. "Wir sind darauf gekommen, dass in diesem Fall die Abendsonne aus dem Westen genau auf die Leinwand fallen würde. Ein Test am Abend soll Klarheit über die günstigste Aufstellung bringen", erläutert Zimmermann.

Die meisten Zuschauer müssen mit einem Stehplatz vorlieb nehmen, für ältere Fans werden Bänke aufgestellt. Imbiss und Getränkestände dürfen, wie Christian Benzrath, Referatsleiter Recht und Ordnung, erklärte, aufgebaut werden. Er ist auch für alle Fragen der Sicherheit zuständig. "Wir haben eine Sicherheitsfirma, mit der wir seit Jahren gut zusammenarbeiten, beauftragt. Auch zwischen der Polizei, die dort präsent seit wird, und unserem Ordnungsdienst besteht enger Kontakt."

An den Eingängen werden die Zuschauer kontrolliert. So ist es verboten, Glasflaschen mitzubringen. Im Zuschauerbereich wird mit Video-Überwachung gearbeitet. "Wir hatten bei der WM und EM 2006 und 2008 keinerlei Probleme und wollen solche auch diesmal schon von vornherein vermeiden", so Benzrath.

Die Fans können von allen Toren in den Freizeitpark gelangen, diesen jedoch nur durch den Ausgang zur Langforter Straße hin verlassen. Dort wird auch der Verkehr abgeleitet, damit eventuelle Autokorsos zu später Stunde nicht durch die umliegenden Wohngebiete fahren.

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