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Haaner CDU treibt den Insektenschutz voran

Haaner CDU treibt den Insektenschutz voran

Die Christdemokraten verteilen an die Bürger Samentütchen.

Haan. Es gibt immer weniger Insekten. Das Artensterben spielt auch bei ihnen eine große Rolle. Und wenn die Anzahl von Schmetterlingen, Hummeln und Bienen immer weiter abnimmt, dann hat dies auch Konsequenzen für die Ernährung von Vögeln und letztlich auch für den Menschen. Werden blühende Pflanzen, Obststräucher und -bäume nicht bestäubt, können sie keine Früchte tragen. Somit finden Insekten nicht mehr genügend Nahrung. Dazu kommt noch der private und landwirtschaftliche Einsatz von Pestiziden, die sich speziell direkt gegen Insekten oder Wildpflanzen richten, die für deren Überleben dringend notwendig sind.

Dies alles führt zu einem drastischen Rückgang der nützlichen Insekten. Haan ist eine Gartenstadt, und um diesem Ruf gerecht zu werden, hat die Haaner CDU nun mit der Jungen Union, der Frauen Union und der Senioren Union und zusammen mit der Baumschule Selders die Idee einer speziellen „Haaner Mischung“ entwickelt. Diese Samenmischung besteht aus mehr als 20 unterschiedlichen Wildblumen- und Grassamen, die besonders für Insekten günstig sind. Die Saatgutmischung ist anspruchslos, und der Inhalt reicht für zirka zwei Quadratmeter im Garten. Von Juni bis Oktober können durch diese Mischung Bienen und andere Insekten Nahrung finden. Das berichtet Anne Selders, die diese Mischung mit ihrem Ehemann Peter Selders zusammengestellt und bei der Verteilaktion am Haaner Markt aktiv mitgemacht hat. Dazu der Haaner CDU-Parteichef Wolfram Lohmar: „Diese Aktion fand schon im Vorfeld Sponsoren, die das Design und die Druckkosten übernommen haben. Von der Resonanz in der Haaner Bevölkerung waren wir allerdings überrascht. 300 Samentütchen waren in kurzer Zeit verteilt.“ Aus diesem Grund ist am 12. Mai, dem Samstag vor Muttertag, eine weitere Aktion geplant, bei der die Samentütchen verteilt werden sollen. „Bis dahin“, sagt Annette Braun-Kohl, „ müssen wir noch weitere 550 Schildchen drucken lassen und die Tüten befüllen. Denn dann sind wir auch in Gruiten vor dem Edeka-Markt und verteilen die Samen dort.“ arue