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Trickbetrug: Vermeintliche Stadtwerker stehlen Schmuck in Erkrath

Unterfeldhaus : Betrüger erbeuten teuren Schmuck

(Red) In Unterfeldhaus waren am Montagnachmittag (18. Januar 2021) zwei Männer unterwegs, die sich unter dem Vorwand, für die Stadtwerke Arbeiten erledigen zu müssen, Zugang zur Wohnung einer 74-jährigen Erkratherin verschafft und dabei hochwertigen Schmuck gestohlen haben.

Gegen 16 Uhr hatten einer der Männer bei der Senorin geklingelt und angegeben, das Leitungswasser prüfen zu müssen. Die Frau ließ den vermeintlichen Stadtwerker daraufhin zunächst die unbewohnte Wohnung im Erdgeschoss überprüfen. Mehrfach sollte sie dabei die verschiedenen Wasserhähne öffnen und schließen – und während dieser Zeit durchsuchte wohl ein zweiter Mann die Wohnräume der Erkratherin im Obergeschoss des Zweifamilienhauses.

Nach einigen Minuten erschien der vermeintliche Mitarbeiter im Erdgeschoss und beide Männer verließen das Haus in unbekannte Richtung. Erst dann stellte die Seniorin fest, dass hochwertiger Schmuck aus ihrer Wohnung verschwunden war, und informierte die Polizei.

Den vermeintlichen Stadtwerker, der sich mit ihr längere Zeit im Erdgeschoss aufgehalten hat, beschreibt die Erkratherin wie folgt: zirka 35 Jahre alt, 1,80 Meter groß, normale Statur, vermutlich osteuropäisches Erscheinungsbild, sprach gut Deutsch, trug schwarze Oberbekleidung mit orangefarbenen Streifen, eine schwarze Kappe und einen schwarzen Mundschutz.

Die Polizei bittet Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, sich unter der Telefonnummer 02051/ 946-6110 zu melden. Der Appell der Beamten: „Lassen Sie auf gar keinen Fall Fremde in ihr Haus oder ihre Wohnung.“ Mitarbeiter der Stadtwerke oder von Telefon- oder Internetanbietern sowie Handwerker kündigten sich in der Regel an und stünden nicht einfach plötzlich vor Ihrer Haustür.„Verlangen Sie immer einen Dienstausweis, aber auch der kann gefälscht sein. Melden Sie sich bei Freunden, Verwandten oder rufen Sie die Polizei, wenn Ihnen jemand verdächtig vorkommt und in Ihre Wohnung will“, raten die ­Beamten.