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Krefeld: Spatenstich für Holiday Inn Express noch im Januar

Zielgruppe Business-Gäste und Touristen : Spatenstich für Holiday Inn noch im Januar

Spielt das Wetter mit, beginnen bald die Arbeiten für das 250-Betten-Hotel in Fichtenhain. Eröffnung ist fürs Frühjahr 2021 geplant.

Wegen der aktuellen Temperaturen könnte der Spatenstich zwar noch verschoben werden müssen. Aber eigentlich steht so gut wie fest, dass der Bau des Holiday Inn Express in Fichtenhain Ende Januar beginnen soll. Voraussichtlich ein Jahr werden die Arbeiten auf dem Gelände an der Ecke Kommunikationsstraße und Fichtenhainer Allee etwa dauern. „Im Frühjahr 2021 würden wir dann gerne eröffnen“, sagt Martin O. Braun, der seit 2018 das Holiday Inn an der Volmerswerther Straße in Düsseldorf leitet und auch Chef des Krefelder Hauses sein wird.

Beide Hotels werden von der Wolfgang von Hagen Unternehmensgruppe aus Wuppertal betrieben. Deren Geschäftsführerin Vivien vom Hagen-Köhn möchte auf jeden Fall noch vor der Messe ProWein im März 2021 in Düsseldorf starten. Gerne hätten sie und Braun auch schon das starke Messejahr 2020 mitgenommen. Aber mit der Baugenehmigung sei es nicht so schnell gegangen wie erhofft. „Und Ende 2020 gibt es dann in Düsseldorf noch 3000 Betten mehr“, benennt Braun eine Konsequenz aus der Zeitverzögerung.

Die Zielgruppe sind nicht nur Geschäftskunden

Auf dem vor rund zweieinhalb Jahren erworbenen Grundstück wird in den kommenden Monaten eine sechsgeschossige Immobilie entstehen: mit 125 Zimmern, sprich: 250 Betten. Zielgruppe sind einerseits Geschäftskunden. „Die Anbindung an die Düsseldorfer Messe ist gut, die Entwicklung in Fichtenhain mit zahlreichen Unternehmen auch. Holiday-Inn-Express-Hotels sind oft Business-Hotels, in denen viele Geschäftsleute übernachten“, sagt Vivien vom Hagen-Köhn. „Für Firmenkunden gibt es ein großes Potenzial“, urteilt auch Braun, „die Drei-Sterne-Hotellerie auf dem Düsseldorfer Markt ist überbelastet, die Entfernung beziehungsweise Fahrtzeit zwischen Messe und Düsseldorfer Innenstadt ist die gleiche wie bei unserem neuen Standort in Krefeld.“

Andererseits wollen die Betreiber auch Touristen und Familien ansprechen. „Das Hotel wird, wenn es einmal gebaut ist, das modernste in Krefeld sein“, sagt Braun. Gleichzeitig wolle man „eine Alternative zu kostspieligen Hotels in Düsseldorf sein“. Es solle aussehen und sich anfühlen „wie ein Fünf-Sterne-Hotel in einem Drei-Sterne-Hotel, nicht überkandidelt, sondern locker“.

Außer Frühstück gibt es kleine vorbereitete Speisen

Niemand brauche hier Garderobe mitbringen, um sich nicht beobachtet vorzukommen. „Man kann sich zum Beispiel mit Kollegen in Jeans und Turnschuhen abends treffen und weiterarbeiten“, berichtet Braun vom „Open Lobby“-Konzept. Und Vivien vom Hagen-Köhn erzählt von Hochtischen als E-Bar, in die Laptop oder andere Geräte eingestöpselt werden können, und kleinen Lounge-Bereichen, in denen es sich dann zum Beispiel Familien gemütlich machen. „Im Fünf-Sterne-Hotel würden sie es nicht tun, aber hier finden sie Ecken, wo sie ,Mensch ärgere dich nicht‘ oder Monopoly oder was auch immer spielen können“, so Braun. „Das macht Spaß zuzusehen“, sagt er über Express-Hotels, in denen er das beobachten konnte, „und das passt zu unserer Philosophie, weil wir uns als Gastgeber verstehen.“ Bett, Fernseher und Minibar hätten alle. Aber es gebe „einfach so viele anonyme Bettenfabriken“, sagt Braun.

Das Holiday Inn Express wird als Hotel garni geführt – es gibt also außer Frühstück, Getränke und kleine Speisen wie Pizzaecken und ähnliches, aber keinen klassischen Restaurantbetrieb. Im Gegensatz zum Düsseldorfer 160-Zimmer-Haus der Betreiberin, in dem 30 Mitarbeiter beschäftigt sind. In Krefeld werden sich neun feste Mitarbeiter um die Gäste kümmern. „Durch die räumliche Nähe der beiden Standorte können wir ansonsten von Synergien profitieren“, erläutert Braun. Die mittlere Ebene, also Abteilungsleiter, wird Aufgaben für Düsseldorf und Krefeld gleichermaßen übernehmen. Zwei Auszubildende sollen auf jeden Fall in Krefeld arbeiten.

Durch die Eröffnung eines weiteren Hotels könne man den Mitarbeitern, die zu Fachkräften herangewachsen seien, nun neue Perspektiven bieten, nennen vom Hagen-Köhn und Braun als ein gemeinsames Ziel. „Die Hälfte der Mitarbeiter im Eröffnungs-Team hat unsere DNA“, formuliert es Braun. Zusätzliche Perspektiven sieht die Geschäftsführerin der Gruppe in weiteren Hotels. In Salzburg habe man sich gerade Projekte angeschaut, berichtet Braun. „Aber auch um den Schornstein herum gibt es Hotels, bei denen zum Beispiel die Nachfolgeregelung unklar ist.“