Bunker am Marienplatz wird zu Wohn- und Bürohaus

Bunker am Marienplatz wird zu Wohn- und Bürohaus

Die Rodungsarbeiten sind abgeschlossen. Investoren planen mit dem Baubeginn noch in der ersten Jahreshälfte.

Fischeln. Die Revitalisierung des ehemaligen Schutzbunkers in Fischeln nimmt Formen an. Nachdem das Grundstück am historischen Marienplatz von wildgewachsenen Büschen und der graue Beton vom dichten Efeumantel befreit worden ist, wird der nackte Betonklotz sichtbar — 55 Meter lang und 15 Meter tief hat er in den vergangenen 70 Jahren im Herzen von Fischeln brachgelegen.

Noch braucht es etwas Fantasie, um sich vorzustellen, dass dieses Gebäude zukünftig ein außergewöhnlicher Ort zum Wohnen sein soll. Dem steht seit der erteilten Baugenehmigung Mitte Oktober vergangenen Jahres nichts mehr im Weg. Aktuell laufen weitere vorbereitende Maßnahmen zum Baustart.

Mit diesem rechnen die Investoren in der ersten Jahreshälfte 2018. Die Vermarktung der einzelnen Einheiten ist bereits angelaufen. Viele Interessierte suchen das Gespräch mit dem ortsansässigen Projektentwickler Bauherrengemeinschaft Marienhof Fischeln. Dieser informiert über das architektonische Konzept und die Besonderheiten des Wohnens im Marienhof Fischeln. „Unter den Interessenten sind vor allem auch Fischelner, die das barrierefreie Konzept und die zentrale Lage im heimatlichen Ortskern sehr zu schätzen wissen“, sagt Hendrik Hambloch.

Die ersten Wohnungen sind bereits reserviert. Die hohen Decken — zum Teil 3,40 Meter hoch — erhalten durch den Umbau viel Tageslicht. Ein Luftraum mitten im Gebäude lässt von oben Tageslicht in alle Geschosse fallen. Von hier aus haben Bewohner durch gläserne Wände freien Blick auf das Treiben am Marktplatz und die grünen Innenhöfe.

Diese besondere Architektur — entworfen durch das Planungsbüro Hambloch — setzt sich auch in den Wohnungen fort. Die Grundrisse der 65 bis 150 Quadratmeter großen Wohnungen — 28 Wohneinheiten sind in den Etagen eins bis vier vorgesehen — sind nicht zuletzt durch die bestehende Bausubstanz etwas Außergewöhnliches. Im Gespräch mit dem Architekten können Käufer mitentscheiden, ob charakteristische Wände des alten Bunkers in Szene gesetzt oder neugestaltet werden sollen. „Ausstattung und Bauqualität sind vergleichbar mit unserem aktuellen Bauprojekt an der Kölner Straße 565, der aufgestockten Volksbankfiliale in Fischeln“, sagt Heinz Hambloch. „Gerade in der Diskussion um Nachverdichtung und Wohnraumschaffung ist das neue Konzept für den Bunker am Marienplatz ein Projekt mit überregionaler Strahlkraft“, ergänzt er. Dabei verbindet das Projekt Wohnen und Arbeiten miteinander. Im Erdgeschoss des Gebäudes sind vier Gewerbeeinheiten geplant, die Platz für innovative Arbeitskonzepte bieten. In der Tiefgarage sind 33 Stellplätze geplant. nav/Red

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