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Angeklagter kommt vergeblich zum Gericht

Angeklagter kommt vergeblich zum Gericht

Prozess vertagt, da drei Zeugen unentschuldigt fehlten.

Krefeld. Mitten in der Nacht war der Angeklagte aufgestanden, um pünktlich vor Amtsrichter Laumann zu stehen. Denn der 29-Jährige, dem Diebstahl vorgeworfen wurde, kam mit der Bahn aus Schwerin.

Doch seine Pünktlichkeit brachte ihm nichts, die Anreise war vergeblich. Da drei geladene Zeugen unentschuldigt nicht erschienen waren, wurde der Prozess vertagt.

Der heute arbeitslose 29-Jährige war im April 2010 drei Tage lang als Aushilfskraft in einem Internet-Café am Südwall angestellt. Damals soll er rund 4000 Euro, zwei Mobiltelefone, mehrere Spielkonsolen und eine Kamera entwendet haben.

Der 29-Jährige bestreitet, diese Gegenstände gestohlen zu haben.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde den drei nicht erschienenen Zeugen Ordnungsgelder von je 100 Euro auferlegt. Und weil der Prozess vertagt werden musste, zahlte die Gerichtskasse dem 29-jährigen Angeklagten das Geld für die Rückreise nach Schwerin. hw