Sanierung oder Neubau? Rat streitet übers Opernhaus

Kultur : Sanierung oder Neubau? Rat streitet übers Opernhaus

Weiter sanieren und reparieren? Oder Abriss und Neubau? Der Rat diskutierte die Zukunft des Opernhauses, nachdem diese Woche Bilder einer Neubauvariante in den Zeitungen kursierten. Viel weiter kamen die Politiker freilich nicht.

Die CDU beantragte, ein internationales Symposium zur Zukunft der Oper vorzubereiten: „Wir wollen mit Experten ergebnisoffen beleuchten, welche Oper wir in den nächsten 20, 30 oder 40 Jahren möchten und brauchen“, sagte Fraktionschef Rüdiger Gutt. Klar sei, dass ein toller Opernbau eine enorme Strahlkraft im Blickfeld von Kö-Bogen I und II entwickeln könne.

Die Ampel-Mehrheit lehnte den Antrag ab. „Wir brauchen keine wolkige Veranstaltung, die CDU macht den dritten vor dem ersten Schritt“, sagte Markus Raub (SPD). Auch Manfred Neuenhaus (FDP) meinte, dieser Vorstoß komme zu früh: „Wir benötigen erst das Gutachten des Kulturdezernats, wie gravierend der Sanierungsbedarf im Opernhaus ist. Dann können wir etwas Neues planen.“ OB Geisel machte der CDU den gegenteiligen Vorwurf, die Oppositionspartei sei eher viel zu spät dran: „Die Zukunft der Oper wird doch längst diskutiert — etwa beim Projekt Blau-grüner Ring mit großer Bürgerbeteiligung.“ Das wiederum wies Alexander Fils (CDU) zurück, dieses Projekt habe mit der Oper konkret nichts zu tun.

Clara Gerlach (Grüne) betonte, zunächst müsse die Oper auf jeden Fall kurzfristig saniert werden, um den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. Skeptisch äußerte sie sich angesichts der zu erwartenden gewaltigen Kosten zum Thema Neubau, zumal die Stadt immens viel Geld auch in andere Kulturbauten investieren müsse.

(AS)
Mehr von Westdeutsche Zeitung