Piraten aus aller Welt fürchten keine kölschen Texte

Piraten aus aller Welt fürchten keine kölschen Texte

Auch ohne große Monti-Sitzung in der Hoersch-Halle können die Montanusschüler feiern — wenn auch diesmal zweigeteilt.

Burscheid. Die Hans-Hoersch-Halle mit Flüchtlingen belegt, die große Monti-Sitzung deswegen abgesagt — geht da noch was in Sachen Karneval an der Montanusschule? Es geht. Zweigeteilt feiern die Grundschüler stattdessen ausgelassen im Pädagogischen Zentrum (PZ): in den ersten beiden Stunden die beiden ersten und drei zweiten Klassen, danach die Dritt- und Viertklässler.

Bei den Jüngeren stehen Mitmachtänze auf dem Programm, es gibt selbst gesungene Lieder und Sketche, darunter auch ein Lehrersketch. Danach gehört das PZ den Älteren.

Und denen merkt man an, dass sie sich auch ohne Elferrat die karnevalistische Butter nicht vom Brot nehmen lassen wollen. Wie Filippos, Joshiaa und Efe beim Karnevalsdauerbrenner „Pirate“ den übrigen Drittklässlern als Vortänzer einheizen, das hat Profiniveau. Das Lied hatte die international bestückte Stufe zuvor gemeinsam im Original auf Kölsch einstudiert — so unterhaltsam kann Fremdsprachenunterricht sein.

Ein Sketch über einen Einkauf mit Schwerhörigen zum Luftholen, dann setzen die vierten Klassen zum gemeinsamen Piratentanz an. Über Ottos „Zwergenlied“ (3c) und den Reimklassiker „Trat ich heute vor die Türe“ (3a) nähert sich das Programm seinem unbestrittenen Höhepunkt an: dem Sockenpuppentheater der 3b und ihrer jungen Klassenlehrerin Jessika Janski.

Mit Unterstützung von Jana Düchting hatten die Drittklässler all ihre Sockenpuppen selbst gebastelt und dann eine mitreißende Version des Ohrwurms „Mahna Mahna“ einstudiert. Der Lohn ihrer Mühen: Der erste „Zugabe“-Sturm fegt durchs PZ. Die „Zugabe“-Forderungen zwei und drei räumt die Tanz-AG ab, bevor als Rausschmeißer noch mal „Pirate“ erklingt, diesmal von allen geschmettert. Wozu braucht man da noch Köln?

Mehr von Westdeutsche Zeitung