Lindenpassage: Feuerwehr rettet KiK-Angestellte

Lindenpassage: Feuerwehr rettet KiK-Angestellte

Ein brennender Kleiderständer in der Lindenpassage löst am Abend einen Großeinsatz aus. Jugendliche sollen mit Streichhölzern gezündelt haben. Verletzt wird niemand.

Burscheid. Feueralarm noch vor Geschäftsschluss in der Lindenpassage: Ein brennender Kleiderständer vor der Filiale des Bekleidungs-Discounters KiK hat am Freitagabend kurz nach 18 Uhr einen Großeinsatz der Burscheider Feuerwehr ausgelöst.

Vier KiK-Angestellte, die sich vor dem Qualm in die Filiale geflüchtet und die Türen geschlossen hatten, wurden unter Einsatz von Atemschutzgeräten mit Fluchthauben über einen hinteren Fluchtweg gerettet. Verletzt wurde niemand. Das Feuer wurde wahrscheinlich durch Brandstiftung ausgelöst.

Zwei Jugendliche sollen ausgesagt haben, dass andere Jugendliche in der Passage mit brennenden Streichhölzern geschnippt und sich damit gebrüstet haben. Als der Kleiderständer Feuer fing, flüchteten sie. Die Polizei ließ die gesamte Passage sperren und beschlagnahmte den Tatort zur Spurensicherung.

Rund 80 Feuerwehrkräfte aller vier Löschzüge waren unter Einsatzleitung des stellvertretenden Wehrleiters Klaus Kopisch angerückt, dazu vier Rettungswagen, ein Notarzt und der aus Bergisch Gladbach alarmierte Organisatorische Leiter Rettungsdienst. Das Feuer war innerhalb kürzester Zeit gelöscht.

Aufwendiger war das Durchkämmen aller Räume auf der Suche nach möglichen weiteren Eingeschlossenen. Auch der starke Qualm beschäftigte die Einsatzkräfte noch lange.

Zwischenzeitlich musste auch der Kaufpark geräumt werden, weil Rauch über die Lüftungsanlage in die Filiale eingedrungen war. Die Kunden konnten aber gegen 19.30 Uhr wieder einkaufen gehen. Die Passage blieb dagegen gesperrt — wie lange, war am Freitagabend noch nicht abzusehen.

Mehr von Westdeutsche Zeitung