1. NRW

20 Prozent der Leverkusener Unternehmen befürchten Insolvenz

Corona-Umfrage der Wirtschaftsförderung :  Jedes fünfte Unternehmen befürchtet Insolvenz

Fast jeder dritte von der Wirtschaftsförderung befragte Betrieb sieht sich hingegen von der Corona-Krise nicht betroffen.

-bu- Rund 20 Prozent der Leverkusener Unternehmen rechnen mit einem Umsatzrückgang als Folge der Coronakrise, der für sie insolvenzbedrohend sein kann. Das geht aus einer nicht repräsentativen Umfrage der Wirtschaftsförderung Leverkusen hervor. An der  Online-Umfrage hatte  knapp ein Viertel der 570 angefragten Unternehmen
teilgenommen.

Knapp 30 Prozent der Umfrageteilnehmer waren von keinen oder keinen nennenswerten Einschränkungen durch die Maßnahmen zu Beginn der Corona-Pandemie betroffen. Bei ihnen lief der Betrieb nahezu vollständig weiter. Der Großteil der übrigen Unternehmen war vor allem durch Landesverordnungen und mittelbare Auftragseinbrüche bzw. -stornierungen eingeschränkt. Zwei Drittel der Unternehmen rechnen allerdings mit einem Umsatzrückgang. Hier sind besonders die Veranstaltungs- und Reisebranche, der Einzel- und Großhandel, einzelhandelsnahe und unternehmensnahe Dienstleistungen sowie die Gastronomie betroffen.

Fast 40 Prozent halten die Entlassung von Mitarbeitern für nicht notwendig, ein weiteres Drittel versucht etwa durch Kurzarbeit, alle Mitarbeiter zu halten.  Zwölf Prozent der befragten Betriebe mussten bereits Mitarbeiter entlassen oder betrachten das zumindest mittelfristig Entlassungen als unumgänglich.

Die Hälfte der Unternehmen hat finanzielle Hilfe in Anspruch genommen. Am häufigsten wurden die NRW-Soforthilfe, gefolgt von Kurzarbeitergeld sowie Steuerstundungen bzw. das Herabsetzen von Vorauszahlungen genannt.

Die Krise hat aber auch zu neuer Kreativität geführt: 40 Prozent der Unternehmen waren aufgrund bereits bestehender digitaler Strukturen zu Beginn  der Corona-Krise schon gut aufgestellt. Fast die Hälfte der Befragten hat sich erstmals mit digitalen Lösungen auseinander gesetzt oder diese vermehrt eingesetzt, um den Geschäftsbetrieb bestmöglich weiterlaufen zu lassen. Dabei wurden vor allem die Schaffung und Nutzung von Homeoffice-Plätzen, der Einsatz von digitalen Vertriebskanälen/E-Commerce und die Kommunikation mit Kunden und Mitarbeitern über Social-Media oder Video-Telefonie sowie Online-Marketingmaßnahmen genannt.

„Wer in der Corona-Zeit erprobte oder vermehrt eingesetzte digitale Lösungen weiter voran bringen möchte, ist bei den WfL-Digitalisierungslotsen gut aufgehoben“, heißt es in der Pressemitteilung der WFL weiter. Die Lotsen nehmen Unternehmen bei einer ersten Orientierung zu Konzepten, Finanzierung und Partnern oder einer initialen Begleitung bereits bestehender Ideen an die Hand.