Fortuna Düsseldorf: Was wird aus Kiesewetter, Ferati & Co.?

Fortuna Düsseldorf : Was wird aus Kiesewetter, Ferati & Co.?

Vor der Saison waren auch Özkan Yildirim und Marlon Ritter Hoffnungsträger, spielerische Akzente bei der Fortuna zu setzen. Über den Status von Ergänzungsspielern kamen sie alle bislang nicht hinaus.

Düsseldorf. Die Kaderplanung für die kommende Saison läuft bei Fortuna Düsseldorf bereits auf Hochtouren. Das muss sie auch, die Ligazugehörigkeit für die kommende Saison ist ja offensichtlich seit Sonntag mit der 2. Liga geklärt. Die Fans hören sich bereits um, ob es nicht schon irgendwelche Gerüchte gibt und etwas daran ist, dass Marcel Gaus möglicherweise vom 1. FC Kaiserslautern zurück nach Düsseldorf kommt. Sein Vertrag läuft bei den Pfälzern im Juni aus und er könnte als Linksaußen Axel Bellinghausen bei der Fortuna beerben, falls dieser tatsächlich irgendwann kürzer treten sollte. Doch das ist derzeit kein Thema, und wer den Ehrgeiz von Bellinghausen kennt, der weiß, dass dieser darauf brennt, möglichst schnell wieder zur Startelf zu gehören.

Während ein Spieler wie Gaus beste Aussichten auf einen Stammplatz bei Fortuna im nächsten Jahr hätte, landete der Verein bei der Verpflichtung neuer Spieler von anderen Vereinen vor der laufenden Saison (noch) keine Volltreffer. Erst als die Spielzeit im Sommer bereits begonnen hatte, tat der Verein noch zwei Glücksgriffe und verpflichtete Rouwen Hennings und Kaan Ayhan. Aber welche Chancen haben die anderen Sommerverpflichtungen im Hinblick auf die kommende Saison?

Für den Deutsch-Türken gibt es das Problem des Teufelskreises. Er benötigt dringend Spielpraxis. Bei seinen Kurzauftritten konnte er bisher nicht so überzeugen, weil ihm diese fehlt. Doch so erhält er auch keine Chance für die Startelf. Yildirim hatte zudem Verletzungsprobleme und konnte sich auch in der U 23 keine Sicherheit holen. Er wird seine Chance im Endspurt der Liga von Friedhelm Funkel sicherlich noch bekommen und muss dann aber auch liefern, um sich auch für die kommende Spielzeit zu empfehlen. Bislang hat er die Erwartungen nicht erfüllen können.

Feratis Berater Uwe Fuchs hält große Stücke auf den 19-Jährigen und ist sich sicher, dass „Ari“ den Durchbruch schaffen wird. „Arianit hat das Problem, dass er noch nicht frech genug auftritt“, sagte der Ex-Spieler und -trainer der Fortuna. „Er ist sehr behütet aufgewachsen und das erste Mal weg von zu Hause. Ari braucht seine Zeit, aber er hat auch ein großes Potenzial.“ Das konnte er bei der Fortuna bisher nur andeuten. Funkel wird auch Ferati eine Chance geben, sich bei der Fortuna zu entwickeln. Allerdings ist dieser auch nur ausgeliehen.

Der 24-Jährige war mit großen Hoffnungen aus Stuttgart nach Düsseldorf gekommen. Über den Status eines (meist glücklosen) Jokers ist Kiesewetter noch nicht hinausgekommen. Ein Treffer in Braunschweig ist bisher die einzige Ausbeute bei 480 Einsatzminuten und zwölf Auftritten. Von ihm hatte sich nicht nur der Trainer mehr erwartet — vor allem auch eine Weiterentwicklung, die bislang beim US-Amerikaner noch nicht zu sehen war.

Nach größeren körperlichen Problemen zu Saisonbeginn, als ihn auch eine Verletzung ausbremste, präsentierte sich der Ex-Gladbacher mit Beginn der Wintervorbereitung engagierter und beweglicher. Bei seinen vier Einsätzen für die Fortuna konnte er nicht nachweisen, dass er die Klasse für einen Spieler der ersten beiden Ligen hat. Ein „feines Füßchen“ bei Freistößen und Ecken reicht nicht, um einen der Stammspieler zu verdrängen. Ritter müsste ganz hart an sich arbeiten, um vielleicht doch in der kommenden Saison eine gute Rolle spielen zu können.

Mehr von Westdeutsche Zeitung