1. Sport
  2. Fußball
  3. Fortuna Düsseldorf

Fortuna Düsseldorf: Solide Fortuna gewinnt bei schwachem KSC mit 3:0

Fortuna Düsseldorf : Solide Fortuna gewinnt bei schwachem KSC mit 3:0

Rouwen Hennings mit einem Doppelpack und ein Eigentor des Karlsruhers Jordi Figueras sorgen für den fünften Auswärtssieg der Saison. Die Düsseldorfer springen damit vorübergehend auf den achten Tabellenplatz.

Karlsruhe. Seit September 1998 hatte Fortuna Düsseldorf in Karlsruhe nicht mehr verloren. Und das Stadion am Wildpark bleibt auch 2017 ein guter Ort für den Fußball-Zweitligisten. Am 25. Spieltag gewann die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel mit 3:0 (2:0) gegen harmlose Badener und setzte sich mit diesen drei Punkten ein Stück weiter von der Abstiegszone der Tabelle ab. Rouwen Hennings mit einem Doppelpack (26./89.) und ein Eigentor des KSC-Verteidigers Jordi Figeuras (29.) sorgten für den fünften Auswärtssieg der Rot-Weißen in dieser Saison, die damit vorübergehend auf den achten Tabellenplatz springen.

Die größte Aufregung auf Seiten der Gastgeber gab es vor dem Spielbeginn. Mehrere Fanbusse aus Düsseldorf waren bei der Anreise falsch geleitet worden, so dass sie dort ankamen, wo sich die Fans des Karlsruher SC aufhielten. Es kam zu kurzen Irritationen und Unmuts-Bekenntnissen der heimischen Anhänger. Die Polizei hatte das Problem schnell gelöst, aber auch den Bus der Fortuna informiert, wegen dieser Problematik noch zu warten. So wurde die Anfahrt etwa um fünf bis zehn Minuten verzögert, aber die Mannschaft erreichte noch rechtzeitig das Stadion, um sich regulär warmmachen zu können. In den 90 folgenden Spielminuten blieb das Geschehen meist deutlich unaufgeregter.

Friedhelm Funkel verzichtete sechs Tage nach dem 1:2 gegen Eintracht Braunschweig in der Viererkette auf Veränderungen und ließ André Hoffmann — entgegen der Erwartungen einiger - doch auf der Bank sitzen. Dafür rückte Adam Bodzek nach seiner Verletzungspause noch Knochenbruch in der Hand erwartungsgemäß in die Startformation zurück. Das Spiel begann zäh, viele Fehler prägten die ersten Minuten. Die erste Hälfte hätte allerdings einen ganz anderen Verlauf nehmen können, wäre Michael Rensing nicht einmal mehr Retter in der Not gewesen. Der Fortuna-Torhüter entschärfte in der neunten Spielminute eine Großchance von David Kinsombi, der Nachschuss von Moritz Stoppelkamp, einst in der Fortuna-Jugend ausgebildet, verfehlte das Tor nur knapp.

Nach und nach fand die Fortuna aber etwas besser ins Spiel und ging nach einer Flanke von Lukas Schmitz und einer Direktabnahme von Hennings in Führung. Der Düsseldorfer Stürmer war auch direkt am zweiten Treffer seiner Mannschaft beteiligt. Nur drei Minuten nach dem 1:0 fälschte Jordi Figueras einen Hennings-Eckball ins eigene Tor ab.

Der akut abstiegsgefährdete KSC wurde durch den Düsseldorfer Doppelschlag aus dem Rhythmus gebracht. Hatte das Team von Trainer Mirko Slomka in den ersten 20 Minuten noch mehr auffällige Aktionen in der Offensive als die Fortuna, so funktionierte bei den Gastgebern nach dem 0:2 praktisch nichts mehr. Einzig in der 38. Minute kamen die Badener noch einmal gefährlich in den Strafraum, als Grischa Prömel eine Doppelchance hatte, aber an Rensing und Julian Schauerte scheiterte, die die Situation gemeinsam klären konnten.

Im zweiten Durchgang war die Fortuna vornehmlich um Spielkontrolle bemüht, der Gegner machte es den Düsseldorfern in diesem Punkt aber auch extrem leicht. Offensiv passierte wenig, die Funkel-Elf konnte sich auf die Defensive konzentrieren und ließ gegen ideen- und mutlose Karlsruhe wenig bis gar nichts zu.

Kapitän Oliver Fink (62.) verpasste mit einem wenig druckvollen Kopfball das 3:0. Auf der Gegenseite gab es drei Minuten später den größten Aufreger der zweiten Hälfte, als Fink von Franck Kom am Fuß getroffen wurde. Der KSC forderte Elfmeter, Schiedsrichter Florian Heft entschied jedoch auf Freistoß für die Fortuna. Der KSC mühte sich im weiteren Verlauf vergeblich, die Fortuna brachte den Vorsprung souverän über die Zeit und gewann nach solider Leistung verdient. Hennings setzte nach Vorarbeit von Ihlas Bebou kurz vor dem Ende den Schlusspunkt.