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Fortuna Düsseldorf: Wer am Köbes-Trikot des Zweitligisten verdient

Fortuna unterstützt Gastro-Szene : So setzt sich der Preis des Köbes-Trikots zusammen

Fortuna hat ein starkes Zeichen gesetzt und sich mit der Düsseldorfer Gastronomie solidarisiert. Durch den Lockdown sind Kneipen und Restaurants besonders schwer getroffen. Dafür hat der Klub ein Sondertrikot entworfen. Wie viel Geld zusammenkommt. Wer an dem Trikot verdient.

Fortuna hat in der Geschichte schon so manches Sondertrikot herausgebracht. Zuletzt zum 125-jährigen Bestehen des Vereins mit dem legendären Totenkopf der Toten Hosen. Eines in Erinnerung an Toni Turek. Entgegen der Klubs aus den Karnevalshochburgen Mainz und Köln hat sich der Verein bewusst dagegen entschieden, einmal im Jahr ein spezielles Jersey zur Fünften Jahreszeit rauszubringen. „Wir wollen immer besondere Themen besetzen, aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet“, erklärt Marketing-Vorstand Christian Koke. „Wir wollen damit auch immer ein Zeichen setzen.“

Trikot kommt gegen
Sandhausen zum Einsatz

Mit dem neuen Köbes-Trikot sogar noch ein Ausrufezeichen hinterher. Denn damit sollen das rheinische Brauchtum und die Brauhauskultur in den Mittelpunkt gestellt werden. Das in Blau gehaltene Jersey mit dem Namen „Köbes“ ist ab sofort erhältlich und wird von den Fortunen beim Auswärtsspiel gegen den SV Sandhausen am Samstag, 13. März, getragen. Der Kauf unterstützt die Düsseldorfer Gastronomie und Kneipenszene. In den Sozialen Medien gab es viel Lob für die Aktion, allerdings auch viel Skepsis, was die Preispolitik angeht. Zu kaufen ist das Shirt für 89,95 Euro. Fünf Euro davon gehen in Form eines Kneipen-Talers an die besonders hart von der Corona-Pandemie betroffenen Kneipen und Restaurants der Altstadt. „Jeder Trikotkäufer kann ganz individuell für sich entscheiden, wen er unterstützen will“, sagt Koke. „Wir wollten der Branche eine große Bühne geben und ihnen zeigen, dass sie nicht vergessen worden ist.“ Rund 4000 Trikots wurden bereits jetzt verkauft. Schon jetzt fließen 20 000 Euro an die Gastro-Szene. An dem Trikot selbst verdient Fortuna in etwa 30 Prozent. Auf Hersteller Uhlsport, Produktion, Logistik und Kampagnemaßnahmen teilen sich die restlichen Einnahmen auf. Fortuna selbst hat durch die fehlenden Zuschauer-Einnahmen massiv mit Umsatzeinbrüchen zu kämpfen. Umso bemerkenswerter, dass Fortuna sich für andere einsetzt.

Bei den Betrieben kommt die Aktion sehr gut an. „Ich finde die Idee des neuen Fortuna-Sondertrikots zur Unterstützung der Brauhäuser, Restaurants und Kneipen in unserer Stadt einfach großartig und wegweisend“, sagt Thomas Bergk vom Weinhaus Tante Anna. „Es demonstriert Heimatverbundenheit und die Wertschätzung unseres Kulturgutes, das genauso wie auch die Fortuna und viele andere Branchen unter der Pandemie und dem Lockdown zu leiden haben.“

Die „Tante Anna“ gehört zu den Lokalitäten, bei denen man den Kneipen-Taler einlösen kann.