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Sommer hält zwei Elfmeter – Gladbach verliert trotzdem 1:2 gegen Leverkusen

Bundesliga : Sommer hält zwei Elfmeter – Gladbach verliert trotzdem 1:2 gegen Leverkusen

Borussia Mönchengladbach hat das erste Heimspiel im neuen Jahr mit 1:2 gegen Bayer Leverkusen verloren. Mann des Abends war Yann Sommer, der gleich zwei Strafstöße parierte.

Acht Tage nach dem staken Rückrundenauftakt beim FC Bayern München hat Borussia Mönchengladbach sein Heimspiel gegen Bayer Leverkusen verloren. Zwei Standards sorgten für die Entscheidung zu Gunsten der Werkself. Yann Sommer, der in Gladbach nicht als „Elfmeterkiller“ bekannt ist, pariert gleich zwei Strafstöße. Sinnbildlich für das Borussen-Spiel: Nach der ersten Sommer-Parade war es die anschließende Ecke, die Robert Andrich zum 1:0 für Bayer im Tor unterbrachte. Das Stellungsspiel der Gladbacher war in dieser Situation zu passiv und Andrich stand im Fünfmeterraum völlig frei.

Borussen-Trainer Adi Hütter stellte nach dem Sieg in München um. Marvin Friedrich, unter der Woche von Union Berlin verpflichtet, stand direkt in der Startformation. In der Dreierkette mit Nico Elvedi und Tony Jantschke machte er ein gutes Spiel und versuchte sich auch ins Offensivspiel einzuschalten. Eine Torchance hatte er jedoch nicht.

Über weite Strecken war das Werksteam aus Leverkusen die bessere Mannschaft. Borussia fehlte es in vielen Situationen an Geschwindigkeit. Borussias Idee, das Spiel in die Breite zu ziehen, wurde von Bayer gut verteidigt. Manu Koné und Lazlo Benes konnten sich zwar öfter freispielen, aber der letzte Pass kam nicht an. Borussia einzige echte Torchance hielt Lukas Hradecky gegen Florian Neuhaus. Auch die schnellen Außenbahnspieler Stefan Lainer und Luca Netz sowie in der zweiten Hälfte Joe Scally konnten kaum mal ein Laufduell gegen Tah, Frimpong und Bakker gewinnen. Auf der anderen Seite hatten die Leverkusener mit Frimpong und Jungstar Florian Wirtz oftmals leichtes Spiel gegen Netz und Jantschke. Ein Gegentreffer resultierte nicht. 

Nach dem Anschlusstreffer machte Borussia zu wenig

Nico Elvedi brachte die Fohlen zehn Minuten vor Ende wieder auf einen Treffer heran. Nach einer Herrmann-Ecke stand der Schweizer richtig und schoss den Ball unter die Latte zum 1:2. Danach gelang Borussia aus dem Spiel heraus keine Chance mehr. Auch in der Nachspielzeit schaffte es das Team von Adi Hütter nicht, sich entscheidend in den Gästestrafraum zu kombinieren. Folgerichtig blieb es beim verdienten Sieg für Leverkusen. Alleine von der 89. bis 95. Minute hätte Bayer das Spiel mit zwei oder drei weiteren Treffern entscheiden müssen. Sommer hielt mehrfach stark.

Durch die dritte Heimniederlage in Serie treten die Borussen in der Tabelle auf der Stelle. Platz zwölf und 22 Punkte stehen zu Buche und nur vier Punkte trennen die Gladbacher vom Relegationsplatz. Sowohl Augsburg auf Platz 16 und Arminia Bielefeld auf 17 haben am Sonntag noch die Chance, den Abstand zu den Fohlen zu verringern. Am Mittwoch fahren die Gladbacher zum Pokalspiel bei Zweitligist Hannover 96. Am nächsten Samstag trifft die Hütter-Elf auf Union Berlin. Die Köpeniker stehen auf Rang fünf und reisen mit einem 2:1-Sieg gegen Hoffenheim in den Borussia-Park.

Das sagt Adi Hütter zur 1:2-Niederlage

„Für mich geht der Sieg für Bayer in Ordnung. Yann Sommer hat zwei Elfmeter gehalten. In der ersten Halbzeit war das Spiel ausgeglichen. Die Standards haben uns dann auf die Verliererstraße gebracht. Wir haben alles versucht und in einem schon verlorenen Spiel beinah noch ein Unentschieden geholt.“

Über die Situation mit Matthias Ginter 

„Wir haben Marvin Friedrich verpflichtet. Die Entscheidung fiel heute für ihn. Ginter hat sich nichts zu Schulden kommen lassen, aber wir haben in vier Spielen vor dem Bayern-Spiel 17 Gegentore kassiert und daher hat heute Marvin Friedrich heute gespielt“

Zu Marvin Friedrich

„Er hat ein ordentliches Debüt gefeiert. Klar, in der einen Elfmeter Entscheidung war es ein bisschen unglücklich, aber wir können nach drei Trainingstagen mit dem Debüt zufrieden sein“

Zu Sommer

„Den ersten Elfmeter hält er überragend und dass wir dann unkonzentriert sind, ist ärgerlich. Andrich machte das im Duell mit Tony Jantschke seht gut. Das war von uns nicht gut genug verteidigt.“