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Eurovision Song Contest: Düsseldorferin Pinski will mit Siegel-Song zum ESC nach Stockholm

Eurovision Song Contest : Düsseldorferin Pinski will mit Siegel-Song zum ESC nach Stockholm

Interview mit der Düsseldorfer Kandidatin Laura Pinski, die mit dem Lied „Under the sun we are one“ von Ralph Siegel beim Vorentscheid in Deutschland gewinnen will.

Laura Pinski, Sie leben in Gerresheim, wollen gleichsam am Donnerstagabend über den Vorentscheid für Deutschland nach Stockholm zum Eurovision Song Contest aufbrechen. Welchen Anteil hätte Düsseldorf am Sieg?

Laura Pinski:
Ich bin in Gerresheim geboren — und wohne da immer noch. Wir haben dort die Basilika St. Margareta, die Kirchenchorleiter sind zu uns in die Grundschule gekommen, ich war dann im Kirchenchor, habe in Gerresheim Gesangsunterricht genommen, Abitur gemacht, jetzt studiere ich Jura in Düsseldorf. Ich liebe die Stadt. Und freue mich, dass meine Eltern, meine Schwester und die Freunde am Donnerstag mit im Studio in Köln sind. Ich bin Familienmensch. Alleine verloren in der Welt - das wäre nichts für mich.

Sie sind auch Ralph Siegels große Hoffnung. Die Musiklegende will mit Ihnen nochmal seinen Traum vom ESC-Finale verwirklichen. Wie kam es zur Zusammenarbeit?

Pinski:
Nachdem ich 2012 im Finale beim Supertalent von RTL war, ist er auf mich zugekommen. Er hatte immer diesen Vorentscheid im Hinterkopf, das ist einfach sein Leben. Er liebt das. Und ich finde das auch süß, dass man so ein Lebensziel hat. Das hält ihn auch am Leben. Er denkt Musik. Beim ersten Mal hat es für den Vorentscheid nicht gereicht, jetzt sind wir dabei mit „Under the sun we are one“.

Ist der Name Siegel auch Belastung?

Pinski:
Ich kannte ihn am Anfang ja gar nicht. Ich habe meine Mama gefragt — klar kannte sie ihn. Ich habe ihn dann bei über Google gesucht — und war ziemlich beeindruckt. Über die drei Jahre ist jetzt wirklich so etwas wie eine Freundschaft entstanden, Ralph ist der liebste Mensch der Welt.

Er hat angekündigt, dass Sie sein letzter Versuch sind.

Pinski: Falsch. Wenn er jetzt nach Stockholm fahren dürfte, dann würde er das tatsächlich zum letzten Mal machen. Wenn nicht, dann wird er es weiter versuchen.

Zerbricht eine Welt, wenn Sie es nicht schaffen?

Pinski:
Wenn ich etwas gerne mache, dann bin ich auch ehrgeizig. Und ich liebe das Singen. Wenn es nicht klappt, falle ich aber nicht in ein Schwarzes Loch. Ich habe die Familie, mein Studium, alles easy. Aber: Das am Donnerstag kann mir niemand mehr nehmen. Am besten gehe ich mit zehn Stunden Schlaf rein und besiege meine Nervosität.

Und Donnerstagabend singen alle live?

Pinski:
Ja, klar. Alles andere macht doch auch keinen Spaß. Ich möchte nicht nur meine Lippen bewegen. Ganz sicher: Wir singen live.