Rücksicht auf die Natur und Tiere nehmen

Rücksicht auf die Natur und Tiere nehmen

zu: Rohdung Osterholz

Denkt niemand an den Tierschutz und an den Schutz der anliegenden Häuser beziehungsweise Menschen vor Lärm und Staub? Das könnte man meinen, wenn man die hier abgedruckten Leserbriefe grob sichtet, und wenn man von kompetenter Stelle (Kommunalpolitiker) mitgeteilt bekommt, dass der Oberbürgermeister die Herren Jörg und Moritz Iseke der Kalkwerke Oetelshofen unterstützt.

Diese beantragen die Abholzung von 50 000 Quadratmetern Osterholzer Wald zwischen Wuppertal und Haan. Darunter sind zum Teil jahrhundertealte Bäume riesigen Ausmaßes, die grüne Lunge Vohwinkels und Haans. Sie bieten bis heute Millionen, wahrscheinlich sogar Milliarden von Säugetieren, Vögeln, Klein- und Kleinstlebewesen wie zum Beispiel Bienen und kleinen Käfern eine Heimat. Da hilft es auch nichts, wenn die Kalkwerke anbieten, später — in 10 bis 15 Jahren? — junge Bäume anzupflanzen, wenn der geplante riesige Berg mit Abraum aus dem Tagebau fertig ist. In Zeiten des Klimawandels und extrem heißer Sommer werden diese innerhalb kürzester Zeit vertrocknet sein. Und für die vertriebenen oder ums Leben gekommenen Menschen und Tiere kommt jede Hilfe zu spät.

Umsiedelungsaktionen? Sind geplant. Aber wie will man Vögel, Eichhörnchen oder Kleinstlebewesen umsiedeln? Sie haben genau so ein Recht zu leben wie wir Menschen und haben alle ihr angestammtes Revier, ebenso wie die Tiere in der nicht betroffenen Nachbarschaft. Diese würden auf keinen Fall die flüchtenden „Eindringlinge“ in ihrer Nachbarschaft dulden. Von dem Leid der menschlichen Anwohner will ich lieber gar nicht erst reden. Selbst die örtlichen Naturschutzbehörden scheinen, wenigstens zum Teil, nur halbherzig aktiv zu werden.

Ein paar Anwohner und ein paar Tiere haben halt keine Lobby! Dies alles ist zum Aus der Haut fahren! Den Menschen, die immer noch meinen, sie könnten mit unserer Natur machen, was sie wollen, sollte man einmal auf die Finger schauen!

Elke Fischer, per Post