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Wuppertaler Prozess um „Scharia-Polizei“ geht in die nächste Runde

Revision : Wuppertaler Prozess um „Scharia-Polizei“ geht in die nächste Runde

Der Auftritt der sogenannten Scharia-Polizei wird wohl erneut den Bundesgerichtshof beschäftigen. Fast alle Teilnehmer haben gegen ihre Verurteilung inzwischen Rechtsmittel eingelegt.

Die sogenannte Scharia-Polizei wird wohl erneut den Bundesgerichtshof beschäftigen. Sechs der sieben Angeklagten hätten gegen das Urteil des Wuppertaler Landgerichts Revision eingelegt, sagte ein Gerichtssprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Das Landgericht hatte bei einer vom Bundesgerichtshof angeordneten Neuauflage des Verfahrens in der vergangenen Woche alle Angeklagten schuldig gesprochen und zu Geldstrafen zwischen 300 und 1800 Euro verurteilt.

Vor fünf Jahren waren Islamisten unangemeldet und in Warnwesten mit dem Aufdruck „Shariah Police“ nachts durch Wuppertal gezogen. Das hatte bundesweit für Aufsehen und Empörung gesorgt. Die Angeklagten wurden wegen Verstoßes gegen das Uniformverbot oder Beihilfe dazu verurteilt, nachdem sie in erster Instanz vom Landgericht freigesprochen worden waren.

Der geständige Initiator der Scharia-Polizei, Ex-Islamistenführer Sven L., ist nicht unter den Verurteilten. Das Verfahren gegen ihn war eingestellt worden.

(dpa)