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Wuppertaler Grundschule Kruppstraße will bald den Neubau beziehen

Sommertour : Grundschule Kruppstraße will bald den Neubau beziehen

Noch ist das Gebäude eine Baustelle, aber nach den Sommerferien soll der Unterricht starten.

Bis zum Ende der Sommerferien dauert es zwar noch etwas – gleichwohl haben die Handwerker in dem Kombi-Gebäude für die Grund- sowie die Gesamtschule an der Kruppstraße in den kommenden Wochen noch einiges zu tun, um den Betrieb zum Auftakt des kommenden Schuljahres zu ermöglichen. Derzeit sind die Elektriker in dem Gebäude im Einsatz, die Lüftungsanlagen werden installiert, auch mit den Sanitäreinrichtungen sind die Handwerker beschäftigt. Derweil bleibt im Außenbereich noch etwas mehr zu tun, diese Arbeiten sollen erst im kommenden Herbst abgeschlossen sein.

Die offizielle Einweihung für den Neubau der Grundschule ist zwar erst für den 20. September geplant, doch die Inbetriebnahme soll bereits mit Beginn des kommenden Schuljahres Ende August über die Bühne gehen. Dann können die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Kruppstraße und die fünften und sechsten Klassen der angrenzenden Gesamtschule Uellendahl-Katernberg das neue Gebäudemodul für sich erobern. Der dreigeschossige Neubau ist der dritte und letzte Bauabschnitt des gesamten Schulkomplexes. Die Kosten für den Bauabschnitt liegen bei etwa 16,2 Millionen Euro.

Wobei in dem neuen Gebäude und im Schulbetrieb zwischen Jungen und Mädchen der Primar- und der Sekundarstufe 1 - also zwischen den beiden Schulen - klar unterschieden wird. Das schlägt sich schon in der Fassade nieder: „Was bunt ist, ist die Grundschule“, sagt Projektleiterin Simone Göbbel vom städtischen Gebäudemanagement (GMW) beim Besuch von Oberbürgermeister Andreas Mucke und GMW-Leiter Hans-Uwe Flunkert auf der Baustelle. Soll heißen: Im Bereich der Grundschule ist die Fassade in grün-blauen Farben gehalten.

In dem dreigeschossigen Gebäude entsteht eine Brutto-Grundfläche von rund 6500 Quadratmetern. Das Erdgeschoss und eine Hälfte des ersten Obergeschosses werden von den Schülern der Grundschule genutzt, die übrigen eineinhalb Geschosse stehen für die fünften und sechsten Klassen der Gesamtschule zur Verfügung. Angesichts der konstant steigenden Schülerzahl der im Schuljahr 2013/14 gegründeten Gesamtschule hat die Einrichtung einen wachsenden Raumbedarf, der mit dem Neubau teilweise gedeckt werden soll. Verbunden wird der jetzt entstehende Neubau über ein Brückengebäude mit den bereits gebauten Schulobjekten. Ansonsten sollen beide Schulen getrennt voneinander betrieben werden – deshalb gibt es auch einen eigenen Schulhof für die Grundschüler.

Bei dem Neubau handle es sich um ein „Fast-Passivhaus“, sagt Göbbel. Das Objekt verfüge über eine sehr gute Energiebilanz, für die auch die Photovoltaikanlage sorgt, die derzeit auf dem Dach des Gebäudes entsteht. Etwa 1500 Quadratmeter des Daches werden dafür genutzt, schätzt Göbbel. Damit werde der Stromverbrauch vor allem im Bereich der Küche gedeckt, die sowohl von der Grund- wie der Gesamtschule genutzt werde, erklärt die Projektleiterin.

OB Mucke freut sich über die
nachhaltige Energieerzeugung

Oberbürgermeister Mucke informiert sich auf dem Dach über die Anlage und freut sich darüber, dass die Stadt in Zeiten der „Fridays for Future“-Bewegung ihren Anteil an einer nachhaltigen und klimafreundlichen Energieerzeugung leistet. GMW-Chef Flunkert kann da mit positiven Zahlen sekundieren. Mittlerweile verbrauche man bei den städtischen Gebäuden nur noch knapp die Hälfte der Energie wie vor gut 20 Jahren – und das trotz der Tatsache, dass die Zahl der städtischen Gebäude in diesem Zeitraum auf etwa 800 gewachsen sei.

Auch die unmittelbare Anbindung an die angrenzenden Grünanlagen und den derzeit allerdings recht spärlich fließenden Bach im hinteren Bereich der Schulen beeindruckt Mucke. „Da kann man richtig Natur erleben“, sagt er. Der bislang unter dem Areal in einem Rohr verlaufene Hasenbergbach wurde dazu ans Tageslicht geholt.