Wuppertal: Jobcenter und Ausländeramt kontrollieren vier Immobilien

Überprüfung in Wuppertal : Jobcenter und Ausländeramt kontrollieren vier Immobilien

Mitarbeiter des Jobcenters und der Ausländerbehörde in Wuppertal haben in einer gemeinsamen Aktion vier Häuser in Barmen und Oberbarmen überprüft. Ergebnis: Knapp 20 Personen müssen abgemeldet werden und eine Wohnung musste geräumt werden.

Das berichtete die Stadt am Dienstagmittag. Nach der Pressemitteilung müssen die knapp 20 Personen abgemeldet werden, weil sie nicht an der angegebenen Adresse leben. In sechs weiteren Fällen sei der Aufenthalt fraglich; hierzu erfolgten noch weitere Ermittlungen zum Aufenthalt.

Und die Bewohner eines Hauses haben ihre Wohnung wegen der „angetroffenen Wohnumstände“ verlassen müssen. Die Behördenmitarbeiter hatten die Untere Bauaufsichtsbehörde hinzugerufen, die nach eigener Überprüfung bauordnungsrechtliche Maßnahmen in die Wege leiteten und eine sofortige Nutzungsuntersagung für das gesamte Haus aussprachen.

Damit die Bewohner unterkommen, sei die Zentrale Fachstelle für Wohnungsnotfälle unverzüglich hinzugezogen worden, ebenso das Jugendamt.

Rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätten in den frühen Morgenstunden an verschiedenen Wohnungen geklingelt. Überprüft worden seien die Lebensumstände der Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Angaben, die dort lebende Menschen im Sozialleistungsbezug gegenüber Jobcenter und Familienkasse gemacht haben. Weiterer Schwerpunkt sei eine melderechtliche Kontrolle gewesen. Die Aktion wurde von der Wuppertaler Polizei unterstützt und verlief ohne Zwischenfälle. Auch Dolmetscher waren zur Unterstützung dabei.

Es handelte sich um den fünften Aktionstag in Wuppertal. Ausgangspunkt sei der Verdacht auf melderechtliche Verstöße sowie unberechtigten Bezug von Sozialleistungen gewesen.

Die Ergebnisse werden nun abgearbeitet. Dabei seien noch mehrere Sozialleistungsfälle auf zu Unrecht erbrachte Leistungen zu überprüfen.

Der Aktionstag habe erneut deutlich die Notwendigkeit gezeigt, weiterhin intensiv behördenübergreifend Missständen zu begegnen.

(red)
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