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Vier Millionen für die Uni

Vier Millionen für die Uni

Wuppertaler Forscher haben ein millionenschweres DFG-Projekt an Land gezogen.

Wuppertal. Einen DFG-Sonderforschungsbereich hat es an der Wuppertaler Universität schon lange nicht mehr gegeben. Und deshalb sind die Mathematiker und Physiker der bergischen Hochschule auch besonders stolz, dass ihnen die Deutsche Forschungsgemeinschaft vier Millionen Euro überweist.

Insgesamt ist der DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft) das Projekt "Hadronenphysik mit Gitter-QCD" acht Millionen Euro für die kommenden vier Jahre wert. Wuppertal teilt sich das Geld mit der Uni Regensburg. Mehr oder weniger direkt beteiligt sind noch viele weitere Forschungseinrichtungen sowie die Industrie, speziell Rechner-Hersteller IBM.

Der Sonderforschungsbereich dreht sich um die elementarsten Dinge der Materie und bringt Physiker und Mathematiker zusammen. Erstere wollen durch Computersimulationen die Eigenschaften von Elementarteilchen (Hadronen) bestimmen.

Die Darstellungen werden benötigt, um Experimente in Großforschungsanlagen wie dem Genfer Kernforschungszentrum Cern zu analysieren. Beteiligt sind die Wuppertaler Physik-Professoren Zoltan Fodor, Thomas Lippert und Christian Hölbing.

Für die Simulationen braucht es Rechner und Methoden. An diesem Punkt kommen die Mathematiker ins Spiel. Die Professoren Andreas Frommer und Michael Günther werden ihren Teil der Zusammenarbeit mit Hilfe eines neuen Superrechners erbringen.

Zwei Prototypen sollen bereits Mitte nächsten Jahres auf dem Campus Freudenberg in Zusammenarbeit mit IBM errichtet werden und im Parallelrechnerlabor den bisherigen Super-Computer "Alice next" ablösen.

Er war laut Frommer noch vor drei Jahren einer der leistungsstärksten Computer weltweit. Heute bewege er sich im Mittelfeld. Mit dem Nachfolger rücken die Wuppertaler wieder zur Weltspitze auf.