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Uni-Chor und Orchester auf Spuren der Beatles

Uni-Chor und Orchester auf Spuren der Beatles

Sänger und Musiker begeistern mit Mischung aus Klassik und Pop in der Christuskirche.

Wuppertal. Rund 250 Zuhörer in der gut besetzten Christuskirche hatten das Vergnügen, mit einem außerordentlich gelungenem Potpourri von Beatles- über Klassik- bis zu Star Trek-Melodien verwöhnt zu werden. Im Uni-Chor und Uni-Orchester sowie dem Barock-Ensemble des Uni-Orchesters und dem Uni Ferienchor fand sich die Farbigkeit der Bergischen Universität eindrucksvoll wieder.

„Ich bin sehr stolz, dass wir jetzt schon so weit sind, den Slawischen Tanz von Dvorak spielen zu können“, sagte Chor- und Orchesterleiter Christoph Spengler im Gespräch mit der WZ. Der sympathische und wortgewandte Musiker hatte das fast brachliegende Orchester, das heute 30 Ensemblemitglieder umfasst, vor zwei Jahren übernommen.

„Wir nähern uns langsam dem sinfonischen Orchester an“, so Spengler, der auch bei den Besuchern gut ankam. „Herr Spengler ist ein absoluter Glücksfall für die Uni“, freute sich Karhild Lintl nach dem Konzert. Und Margarete Wirtz findet es toll, dass sich so viele junge Musiker begeistern. Die großartig arrangierten Beatles-Klassiker „Can’t buy me love“ und „Michelle“, behutsam intoniert vom Uni Ferienchor, bildeten den Auftakt, ehe das Barock-Ensemble Georg Philipp Telemanns „Konzert e-Moll für zwei Flöten“ präsentierte.

Großen Beifall erntete auch die Performance des Uni Orchesters für die Slawischen Tänze Nr.1 in C-Dur und Nr. 4 in F-Dur des Romantik-Komponisten Antonin Dvorak. Einen weiteren Höhepunkt lieferte der Uni-Chor beim Toto-Klassiker „Africa“: Mit Hand- und Fußgeräuschen erzeugten die Sänger eine aufkommende und abebbende Regenstimmung, die mit geschlossenen Augen wahrgenommen, zum „echten Regen“ nicht hätte authentischer sein können.

Längst kein Geheimtipp in Sachen Musical intonierte der Uni- Chor Melodien aus „Fame“, „König der Löwen“ und dem „Kleinen Horrorladen“, ehe Chor und Orchester gemeinsam eine fantastische Interpretation von Adiemus, dem Enya-Hit, darboten.

„Einer der Posaunisten ist kurzfristig erkrankt, dabei sind die Star Wars- und Star Trek-Melodien für Bläser eh die Hölle“, scherzte Spengler vor dem großen Finale. Die Adaption der Sternen-Sagen war großartig und wurde ebenfalls vom Publikum gefeiert. Nach der Psalmvertonung „Canticle of hope“ und zwei Stunden Hörgenuss wurden die 60 Sänger und 30 Orchestermitglieder mit stehenden Ovationen in den Abend verabschiedet.

„Das ist eigentlich gar nicht unsere Musikrichtung“, meinten die Studentinnen Verena und Julia im Anschluss, „aber die modernen Chorversionen von ’Adiemus’ und ’Africa’ waren wirklich sehr schön.“