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Stadtwerke nehmen großes Entwässerungsprojekt in Angriff

Stadtwerke nehmen großes Entwässerungsprojekt in Angriff

Vorarbeiten für den Rohrvortrieb unter der A 46 laufen: Am Sonnborner Kreuz wurden Bäume gefällt und eine Baustraße angelegt.

Startschuss für eines der aufwendigsten WSW-Entwässerungsprojekte der kommenden Jahre: Seit vergangener Woche laufen am Sonnborner Kreuz die Vorarbeiten für den Rohrvortrieb unter der Autobahn.

Im Bereich neben der A46-Abfahrt Richtung Dortmund wurden bereits Bäume gefällt. Derzeit wird eine Baustraße angelegt. Ab Sommer geht es von dort in zehn Meter Tiefe in westlicher Richtung zur Möbecker Straße. Dabei werden die A535, die A46 und die Landesstraße 74 gequert. In Richtung Süden werden die Rohre bis zum Parkplatz des Bayer-Sportparks unter der Wupper verlegt.

In den Kanalbau investieren die Stadtwerke 9,5 Millionen Euro. Das Großprojekt mit zwei Bauabschnitten soll bis Frühjahr 2021 abgeschlossen sein und läuft laut WSW in enger Abstimmung mit dem Landesbetrieb Straßen NRW. Dieser plant auf dem Gelände neben der Ausfahrt nach Abschluss des WSW-Projekts ein Regenrückhaltebecken.

Im Zentrum der aktuellen Maßnahme steht der Bau eines sogenannten Entwässerungsdükers. „Das kann man sich im Prinzip wie einen großen Siphon vorstellen“, sagt WSW-Projektleiter Michael Kalz. Dabei werde der Eigendruck des Wassers genutzt. Die Düker-Konstruktion besteht aus dem Schmutzwasserkanal mit 55 Zentimetern Durchmesser. Dieser liegt in einem zwei Meter großen Rohr, in dem das Regenwasser abgeleitet wird. „Der alte Düker ist schon 100 Jahre alt und zu klein“, erklärt Michael Kalz. Außerdem liege das jetzige Abwasserrohr sehr ungünstig und sei schlecht erreichbar. Bei Störungen drohe eine Sperrung der A46.

Während der anstehenden Bauarbeiten soll es aber keine Behinderungen des Verkehrs auf der Autobahn geben. „Der Vortrieb erfolgt in ausreichender Tiefe“, sagt Kalz.

Eine größere Herausforderung sei die Verlegung des Kanals unter der Wupper. Dabei werde mit Ballast im Wasser dafür gesorgt, dass der Stützdruck des Vortriebs das Flussbett nicht anhebt. Am Rutenbecker Weg gibt es Anschluss an den dortigen Schmutzwassersammler.

Auf der anderen Seite werden im zweiten Bauabschnitt die vorhandenen Kanäle an der Eugen-Langen-Straße erweitert. Das wird laut den Stadtwerken Behinderungen insbesondere für den Schwerverkehr bedeuten. Bis dahin wird es allerdings noch dauern. Zunächst muss ab Sommer der Schacht neben der A46-Ausfahrt ausgehoben werden. Für die Arbeiten läuft nach Aussage der WSW derzeit das Ausschreibungsverfahren.

In den vergangenen Jahren gab es im Wuppertaler Westen mehrere größere Entwässerungsprojekte der Stadtwerke. Aktuell wird noch an der Bahnstraße gearbeitet. Die seit über einem Jahr laufende Maßnahme soll Ende Juni abgeschlossen werden.