Weitere Millionen für Schulen

Die Schulsanierung soll weiter gehen, die CDU-Ratsfraktion inspizierte jetzt einige renovierte Gebäude.

Vohwinkel. Allen finanziellen Problemen zum Trotz: Wuppertal investiert weiterhin kräftig in die Bildungseinrichtungen der Stadt. Rund 200 Millionen Euro wurden in den letzten fünf Jahren für die Sanierung der Schulen verwendet. Damit belegt die Kommune nach Aussage des Gebäudemanagements im landesweiten Vergleich einen der vorderen Plätze.

Ein wichtiger Faktor für diese Entwicklung war das Konjunkturpaket II, aus dem die Stadt 42 Millionen Euro an Bundesmitteln erhielt. Laut Verwaltung wurde dieses Geld komplett verbaut. Hinzu kamen weitere Förderprogramme.

Die CDU-Ratsfraktion machte sich bei einer Informationsfahrt zu verschiedenen Wuppertaler Schulen ein eigenes Bild von den Sanierungsmaßnahmen. Dabei zogen die Politiker eine positive Bilanz. Es gibt allerdings auch kleinere Wermutstropfen. An der Gesamtschule Vohwinkel muss das Gebäudemanagement noch mal mindestens 20 000 Euro für den Lärmschutz in der neugebauten Mensa in die Hand nehmen. (Siehe Kasten) Bei der Sankt Laurentiusschule wird die Fassadensanierung durch den langen Winter länger als geplant dauern.

Insgesamt zeigten sich die Ratsmitglieder aber zufrieden mit dem Ergebnis der Arbeiten. „Das kann sich wirklich sehen lassen“, betont CDU-Fraktionsvorsitzender Michael Müller. Er lobt angesichts der umfangreichen Baumaßnahmen außerdem die gute Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten. Erste Station der Besichtigung war das Schulzentrum Ost, das mit der Investition von 36 Millionen Euro besonders von den zur Verfügung stehenden Mitteln profitiert hat.

Neben der Erneuerung der Fassaden und der Innenbereiche erfolgte auch eine energetische Sanierung zu der auch eine Photovoltaikanlage gehört. Der Standort erhielt außerdem eine Mensa. Es sind aber nicht nur solche Mammutprojekte, die den Schülern den Lernalltag in Wuppertal deutlich erleichtern. An der Grundschule Nützenberger Straße wurde aufgrund eines erhöhten Raumbedarfs ein moderner Anbau in Massivbauweise an den bestehenden Altbau angeschlossen. Die Kosten dafür betrugen knapp drei Millionen Euro.

Den Abschluss der Informationsfahrt bildete das Schulzentrum West, das nach der Sanierung kaum wiederzuerkennen ist. Unter anderem wurden Dach und Fensterflächen nach den aktuellen energetischen Standards komplett erneuert. Das Investitionsvolumen betrug dabei rund 15 Millionen Euro. Die Arbeiten an die Schulen werden auch in den kommenden Jahren weitergehen. „Dafür sind 150 Millionen Euro eingeplant“, sagt Thomas Lehn vom Wuppertaler Gebäudemanagement.

Das Geld fließt unter anderem in die sechste Gesamtschule und in die Sanierung des Wilhelm Dörpfeld Gymnasiums.

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