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Sonnborner wollen einen Discounter, Aldi könnte es werden

Sonnborner wollen einen Discounter, Aldi könnte es werden

Zustimmung beim Bürgerstammtisch. Auch das Reha-Zentrum war Thema.

Sonnborn. Unmut geht selten mit Klarblick einher. So kam es, dass Jochen Braun vom Ressort Bauen und Wohnen ins Fadenkreuz Sonnborner Bürger geriet, als er beim Stammtisch des Bürgervereins Sonnborn-Zoo-Varresbeck die Kalkulation von Discountern und Lebensmittelmärkten zu erläutern versuchte. Der Vorwurf an ihn respektive die Stadt: Es sei nicht gelungen, einen Laden zur Grundversorgung des Quartiers auf den Weg zu bringen.

Fakt ist, dass der Edeka-Markt an der Sonnborner Straße endgültig seine Pforten schließen wird. Die erforderliche Investition in eine Modernisierung erscheine den Betreibern nicht mehr als sinnvoll, da mit 580 Quadratmetern keine wirtschaftlich tragfähige Grundfläche zur Verfügung stehe. Indessen wird die Lage in der Nähe der Autobahn als grundsätzlich gut eingestuft.

Dass Sonnborns Zukunft davon abhängt, ob eine gute Lebensmittelversorgung eingerichtet werden kann, stand bei den etwa 80 Stammtischteilnehmern außer Frage. Erstaunt war manch einer der Anwesenden dann aber, dass Aldi bereits ein Angebot vorgelegt hat. Es läuft darauf hinaus, angrenzende Grundstücke hinzuzukaufen und bestehende Bebauung abzureißen, um einen neuen Aldi-Markt zu errichten.

Während Edeka 3000 Quadratmeter als Limit setzt, würden Aldi bereits 800 Quadratmeter genügen. Der bestehende Markt in Vohwinkel würde zugunsten des Standortes Sonnborn aufgegeben. Den Haupteingang möchte Aldi wegen des vorhandenen Parkplatzes zum Sonnborner Ufer hin legen. Von der Sonnborner Straße her würde es wahrscheinlich einen Durchgang geben. Außerdem könnte es sein, dass Aldi dort Ladenfläche an kleinere Einzelhändler vermietet.

Eine spontane Umfrage am Stammtisch ergab ein fast einstimmiges Votum für Aldi. Als negativ wurde einzig bewertet, dass mit dieser Lösung kein umfassendes Frischeangebot zur Verfügung stehe. Zudem könnte der Plan noch scheitern, weil auf dem Gesamtareal komplizierte Eigentumsverhältnisse herrschen.