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Himmlische Pläne im TiC: Ein Regisseur lässt die Nonnen los

Himmlische Pläne im TiC: Ein Regisseur lässt die Nonnen los

Kleine Schwestern und große Talente: Raik Knorscheidt verspricht jede Menge Überraschungen. Im TiC-Theater bringt er morgen „Non(n)sens“ auf die Musical-Bühne.

Herr Knorscheidt, Sie schicken fünf Nonnen ins Rampenlicht und feiern morgen zusammen mit dem heiteren Quintett Premiere im TiC-Theater. „Non(n)sens“ heißt der ganze Spaß. Weshalb ist im Kloster überhaupt die Hölle los?

Raik Knorscheidt: Nach dem Genuss einer offensichtlich nicht ganz ordnungsgemäß zubereiteten Fischsuppe sind 52 Mitglieder des Ordens der Kleinen Schwestern von Hoboken an Fischvergiftung gestorben. Die überlebenden Schwestern haben sich nun entschlossen, eine Benefiz-Show auf die Beine zu stellen, um die verstorbenen Schwestern zu beerdigen. Mit viel Lust und Charme zeigt jede Schwester ihr besonderes Talent. Eines haben sie jedoch alle gemeinsam: Jede von ihnen hält sich für einen Star. Das sorgt für viel Turbulenz, Verwicklungen und jeder Menge Überraschungen.

Das Musical lebt vor allem von seinem Schwung und Liedern. Bleibt da überhaupt genügend Zeit, um an den Charakteren zu feilen?

Knorscheidt: „Non(n)sens“ gehört zu den besten Musicals, die ich je gesehen habe. Schon die Musiknummern und Dialoge arbeiten die Charaktere der einzelnen Schwestern fein heraus. Neben großen Ensemble-Nummern wird der Charakter jeder einzelnen Nonne in Solo-Nummern musikalisch wie dialogisch herausgehoben. Das ist turbulent, skurril, komödiantisch und berührend. Dabei gibt es viel Raum, um die Charaktere zu erarbeiten und verfeinern — eine ausgezeichnete Grundlage, um das ganze Spektrum menschlicher Emotionen zu zeigen.

Haben Sie eine Lieblingsszene?

Knorscheidt: Ja, sie beginnt um 20 Uhr und endet um circa 22 Uhr. Für mich ist es schwierig, bei meinen grandiosen Darstellerinnen eine Szene herauszuheben. Neben Sabine Henke, Karolin Hummerich, Jana Konetzki, Mira Wismann und Natascha Neugebauer als Darstellerinnen gibt es die raffinierten Musik-Arrangements von Stefan Hüfner und Choreografien von Dana Großmann. So war die Arbeit am Theater im Cronenberg seit dem ersten Probentag eine Lieblingsszene. Ich bedauere es immer, wenn die Probe vorbei ist. Es macht Riesenspaß — und das überträgt sich auf die Bühne. „Non(n)sens“ ist eine meiner Lieblingsproduktionen und ein schlichtweg himmlischer Musical-Abend.