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Heckinghausen: Die Gaskessel-Eröffnung wird der Höhepunkt 2019

Fragebogen 2019 : Der Gaskessel wird eine Attraktion

Fragebogen 2019: Heckinghausens Bürgermeister Christoph Brüssermann freut sich auf diverse Bauprojekte.

. Der Fragebogen der WZ an die Bezirksbürgermeister zum neuen Jahr hat Tradition. Diesmal: Christoph Brüssermann (CDU), Bezirksbürgermeister von Heckinghausen.

Was wird das Leuchtturmprojekt 2019 für Ihren Bezirk?

Christoph Brüssermann: Eindeutig die Eröffnung des Gaskessels.

Auf welche Veranstaltungen freuen Sie sich im kommenden Jahr?

Brüssermann: Die Abrissparty im alten Stadtteiltreff und die die Eröffnung des Übergangsquartiers, nach dem Umzug in die „alte Krawattenfabrik. Außerdem auf die Wiedereröffnung des Spielplatzes Ziegelstraße nach erfolgter Sanierung, natürlich das Bleicherfest, die Einweihung der dann sanierten Pferdetränke, die Einweihung der trocken gelegten Bleicherteiche mit Hinweistafel, die Grundsteinlegung für den Gebäudekomplex auf dem Bremme-Gelände und auf das neu zu gestaltende Stadtteilfest.

Ihre größte Enttäuschung in 2018 für Ihren Bezirk?

Brüssermann: Ich bin glücklich, dass es keine Enttäuschung gab.

Gibt es ein Dauerprojekt in ihrem Bezirk, bei dem Sie die Hoffnung fast schon aufgeben, dass da mal was draus wird?

Brüssermann: Wir erwarten ein Verkehrsgutachten zu Umbaumaßnahmen der Heckinghauser Straße. Dies lässt schon mehr als ein Jahr auf sich warten, hier muss ich der Verwaltung wohl demnächst einmal Druck machen.

Die Bezirksvertretungen kämpfen für mehr Rechte und Einfluss. In welchen Bereichen könnte das 2019 in Ihrem Bezirk wichtig werden?

Brüssermann: Hier beziehe ich mich auf die Vereinbarungen von uns zehn Bezirksbürgermeisterinnen und -bürgermeistern. Wir haben eine unabhängige Fortbildung für die Mandatsträger der BVen bezüglich der Rechte und Pflichten gefordert und bereits die Zusage. Danach werden wir beraten, inwieweit wir zum Beispiel über eine Projektreihenfolge im Bereich der Straßenbaumaßnahmen entscheiden dürfen. Außerdem werden wir auch über die Höhe unserer Haushaltsmittel beraten müssen. Dieser Punkt wird uns im neuen Jahr wohl noch intensiv beschäftigen und die Bürger interessieren.

Haben Sie einen „Geheimtipp“, was man in Ihrem Bezirk unbedingt einmal machen, erleben oder besuchen sollte?

Brüssermann: Bei schönem Wetter einmal den Kiosk im alten Toilettenhäuschen am Toelleturm besuchen und ein besonderes Eis genießen. Hierzu sollte man sich in den Garten setzen und den vielen Kindern beim Spielen an der Grenze meines Amtsbereiches zuschauen.

Buga, Pina-Bausch-Zentrum, Seilbahn & Co.: Was könnte aus Ihrer Sicht Wuppertal in den nächsten Jahren nach vorne bringen?

Brüssermann: Ich bin ein Fan von Gartenschauen und besuche sie regelmäßig. Die uns vorgestellten Pläne finde ich sehr gelungen. Nach meinen Infos waren allerdings alle Veranstaltungen in dieser Richtung für die ausrichtenden Kommunen ein finanzielles Zusatzgeschäft. Aufgrund unserer finanziellen Situation lehne ich dieses Projekt, schweren Herzens, aus Vernunftgründen ab. Das Pina-Bausch-Zentrum ist insbesondere in der laufenden Finanzierung noch nicht gesichert. Eigentlich können wir uns dieses Projekt auch nicht leisten. Im Gegensatz zur Buga muss diese Projekt jedoch gestemmt werden, da es von weltweiter Bedeutung ist und dem Tourismus und dem Bekanntheitsgrad unserer Stadt gut tun wird. Ich glaube, dass hier Kosten und Nutzen im richtigen Verhältnis stehen. Seilbahn: Auch das Projekt Seilbahn findet zunächst einmal mein Gefallen. Ich bin schon einige Male mit der Seilbahn in Koblenz gefahren und fand das toll. Nur hier merken Sie, dass ich dieses Projekt mehr als Touristenmagnet sehe. Für eine ÖPNV-Einbindung sehe ich im Moment kein Erfordernis. Bei diesem Projekt scheinen mir Kosten und Nutzen auch nicht in Einklang zu stehen, und aus diesem Grunde lehne ich es aus Vernunftgründen ab.

2019 feiert Wuppertal seinen 90. Geburtstag: Sehen Sie sich als Wuppertaler oder eher Ihrem Bezirk zugehörig?

Brüssermann: Natürlich sehe ich mich zunächst einmal als Wuppertaler. Dies ist meine Heimatstadt, in der ich sehr gerne lebe und mich für alles in der Stadt interessiere. Aber mein Engagement innerhalb meines Bezirks kommt daher, dass ich glaube, innerhalb meines Stadtbezirks mehr als auf städtischer Ebene bewirken zu können. Ich möchte nicht im hinteren Teil des Ratssaals sitzen und die Hand heben, wenn es von mir erwartet wird.