Wuppertaler SV: WSV informiert: 260 000 Euro fehlen im Etat

Wuppertaler SV: WSV informiert: 260 000 Euro fehlen im Etat

Am Dienstagabend hat sich der WSV erneut zur aktuellen Lage geäußert und auch erstmals konkrete Zahlen genannt. Die Etatlücke muss binnen weniger Tage geschlossen werden.

Der Vorstand des Wuppertaler SV hat sich am Dienstagabend auf der Vereinshomepage erneut zur aktuellen Situation des Clubs geäußert. Unter dem Titel „Gelebte Transparenz und erste Maßnahmen“ nennt der Vorstand auch erstmals konkrete Zahlen. Am vergangenen Freitag sei der WSV von der Unternehmensberatung - mit der der Verein seit Sommer 2018 zusammenarbeitet - auf eine Etatlücke von 260.000 Euro aufmerksam gemacht worden.

Diese Lücke sei auf „deutlich geringere Zuschauereinnahmen, notwendige Korrekturbuchungen für die laufende Saison und Bezahlung von Altlasten“ zurückzuführen. Als Konsequenz aus dieser Situation habe sich der Vorstand gemeinsam mit der Spitze des Verwaltungsrates und mehreren Beratern auf eine „Kombination aus schmerzhaften Sparmaßnahmen und zusätzlichen Einnahmen“ entschlossen.

Die Sparmaßnahmen werden in erster Linie die 1. Mannschaft betreffen. Hier sei eine Einsparung von 100.000 Euro geplant, heißt es. Der Kader der 1. Mannschaft sei aber so breit aufgestellt und die Jugendarbeit ausgesprochen erfolgreich, so dass Wuppertal auch weiterhin „mit einer schlagkräftigen Mannschaft in der Regionalliga vertreten sein“ werde. Auch im Verwaltungsbereich plant der WSV Einsparungen.

Neben den Sparmaßnahmen rechnet der Vorstand auch mit „realistischen Mehreinnahmen“. Es gebe bereits erste konkrete Zusagen von Sponsoren, Gespräche mit verschiedenen Vereinen über Testspiele, Crowdfunding (Gruppenfinanzierung) und weitere Aktionen, „an denen sich alle beteiligen können, auch mit kleinen Summen.“

Etatlücke muss binnen weniger Tage geschlossen werden

Das Insolvenzrecht gebe dem Verein nur einen Zeitraum von wenigen Tagen, um die Etatlücke von 260.000 Euro zu schließen. Ausschlaggebend für die enorme Lücke seien unter anderem nicht erreichte Zuschauerprognosen gewesen. So hätte der Verein vor der Saison mit 450.000 Euro Zuschauereinnahmen gerechnet. Mittlerweile musste diese Prognose auf 252.000 Euro reduziert werden.

Als erste konkrete Maßnahmen bietet der Verein 10-Jahres-Dauerkarten (unabhängig von der Ligazugehörigkeit) und eine lebenslange Mitgliedschaft im WSV an. Die Stehplatz-Dauerkarten kosten 1.019,54 Euro, die Mitgliedschaft 1.954 Euro.

Bezahlt werden muss erst am 14.1.2019 - wenn der Fortbestand des Vereins gesichert ist, heißt es auf der Homepage.

(red)
Mehr von Westdeutsche Zeitung