Kirche: Große Resonanz für Maria 2.0

Kirche : Große Resonanz für Maria 2.0

Auf große Resonanz stößt laut den Organisatorinnen die Aktion Maria 2.0. in Vohwinkel. Wie berichtet treten ab dem heutigen Samstag die beteiligten Katholikinnen in den Kirchenstreik. Bis zum 18. Mai wollen sie kein Gotteshaus betreten und keine ehrenamtlichen Arbeiten in der Gemeinde ausführen.

Am morgigen Sonntag laden die Frauen um 11 Uhr zu einem alternativen Wortgottesdienst auf den Platz vor der Kirche St. Mariä Empfängnis, Edith-Stein Straße ein. „Wir haben sehr guten Zuspruch erfahren und gehen davon aus, dass es ziemlich voll wird“, sagt Mechthild Rohde, Sprecherin der katholischen Frauengemeinschaft Deutschland (KFD) in der Pfarreiengemeinschaft Wuppertaler Westen. Mit der Aktion wollen die Frauen auf die Missstände in der Katholischen Kirche hinweisen. Nach dem Vorbild der Münsteraner Initiative Maria 2.0 fordern sie weitreichende Reformen. Dazu gehören unter anderem der Zugang von Frauen zu allen Ämtern der katholischen Kirche, die Aufhebung des Pflichtzölibats und eine Ausrichtung der Sexualmoral auf die Lebenswirklichkeit der Menschen.

Ein Dorn im Auge ist den Katholikinnen auch die schleppende Aufarbeitung des Missbrauchsskandals. Ihre Initiative soll sich nicht gegen das örtliche Pastoralteam richten. Vielmehr gehe es um den Zustand der Gesamtkirche. Am 14. Mai ist um 18 Uhr noch eine Maiandacht vor der Kirche St. Mariä Empfängnis geplant. ebi