Das Lebensgefühl der 30er Jahre

Das Lebensgefühl der 30er Jahre

Vor allem der morgige Freitagabend bietet ein vielfältiges Konzertangebot mit Konzerten für interessierte Jazzhörer.

Die Bandfabrik, Schwelmer Straße 133, lädt am Freitagabend zum monatlichen Friday Night Jazz Club ein. Einlass ist um 18.45 Uhr und ab 19 Uhr kann man sich mit Antipasti und Wein auf das um 20 Uhr beginnende Jazzkonzert mit dem neuen Wuppertaler Jazztrio HuM des Komponisten und Pianisten Hanno Becker freuen, bei dem als besondere Gäste an dem Abend noch der Saxophonist André Enthöfer und Trompeter Dietrich Geese mitwirken und mit fesselnden Eigenkompositionen den Spirit der alten Meister in die Jetztzeit übertragen.

Im Ort, Luisenstraße 116, spielt am Freitag um 20 Uhr das Frangenheim/Zoepf Duo, mit dem in Wuppertal geborenen Alexander Frangenheim, der zunächst Bildhauerei und dann klassischen Kontrabass studierte und dem Düsseldorfer Saxophonist Joachim Zoepf, der auch an der Bassklarinette zu hören sein wird. Durch ihre Auseinandersetzung und Kooperation mit anderen Kunstrichtungen gewährleisten die beiden spannungs- und abwechslungsreiche Konzerte zwischen neuer Musik, Elektronik und Jazz auf höchstem musikalischen Niveau.

In der Reihe Uni-Konzerte spielt ebenfalls am Freitag um 20 Uhr in der Pauluskirche, Pauluskirchstraße 8, das Berliner Quintett Bassa modernen Tango mit Einflüssen von Jazz, Kammermusik und Anklängen an Weltmusikstile aus Lateinamerika und Klezmer.

Um 21 Uhr beginnt am Freitagabend die neue Saison, der seit Jahren von Wolfgang Schmidtke kurierten Jazzreihe Nachfoyer der Wuppertaler Bühnen im Kronleuchterfoyer im Opernhaus in Barmen. Dort wird der in diesem Jahr 75 Jahre alt gewordene bekannte englische Saxophonist Alan Skidmore nach langer Zeit wieder einmal in Wuppertal zu erleben sein, wenn er sich mit seinem neuen Quartett mit Klavier, Kontrabass und Schlagzeug der Musik seines „Hero“, dem großen Saxophonisten John Coltrane widmet.

Und schließlich kann, wer will, am Freitag ab 22 Uhr noch in die Mauke, Wirmhof/Ecke Schloßbleiche, gehen, dort ist bereits zum dritten Mal Charles Petersohn mit seinem Projekt 127 mit interplanetarischer Clubmusic zu Gast. Mit dabei sind diesmal Salome Amend (Drums und Electronics), Petersohn (Keyboards und Vocals) und der Didgeridoospieler Marvin Dillmann, die um 23.30 Uhr auftreten.

Rainers

Jazzcorner

Mit dem Jazzclub Ensemble Nr. 1 startet der Jazzclub im Loch, Ecke Ekkehardstraße / Plateniusstraße, am Samstag um 20 Uhr eine neue Reihe mit Ensembles, die sich aus dem Jazzclub-Musikerpool bilden. In der „Journey_Of_The_Hero Edition“ erwartet das Publikum ein surreal-bodenständiges Geflecht aus beseeltem Gesang, Stimmexperiment, sinnlichem Violinspiel, erdigem Bass und abenteuerlustigem Daxophon, eklektischem Schlagzeug und feiner Jazzglitch-Elektronik, von Lautmalerei bis Beats. Mit dabei der Stimmarkrobat Mitch Heinrich, die Vokalistin Moo Lohkenn, Miriam Bathe an der Violine, Klaus Harms Kontrabass und Daxophon, Schlagzeuger Maik Ollhoff und Charles Petersohn Elektronik.

In der Quermalerei, Deweerthstraße 2, spielt am Samstag, 20 Uhr, das Jazztrio Sund naturinspirierte Jazzkompositionen, die vor allem aus der Feder von Saxophonist und Komponist Christoph Klenner stammen unterstützt von den Jazzpreisträgern Yannik Tiemann am Kontrabass und Schlagzeuger Jo Beyer. Mit Beppe Gambetta und Tony McManus kommen am Samstag um 20 Uhr zwei Weltklasse-Gitarristen in den Bürgerbahnhof Vohwinkel, Bahnstraße 16, die dort ihre neue CD „Round Trip“ vorstellen.

Am Sonntag lädt die Swing Kabarett Revue um Annette Konrad wieder ins Café Ada, Wiesenstraße 6, ein. Dort beginnt um 19 Uhr die nächste Swing Soirée mit Musik und Tanz mit bekannten Schellack-Titeln der 20er bis 40er Jahre. Einlass 18 Uhr.

Der Mann am Klavier, Wolfgang Eichler setzt am kommenden Dienstag um 19 Uhr im Café Stilbruch, Marienstraße 58 / Ecke Wirkerstraße, seine Reihe „Jazz we can!“ fort. Ebenfalls am Dienstagabend wird ab 20 Uhr die Historischen Stadthalle, Johannisberg, zum Swing-Tempel und bringt das Lebensgefühl der 30/40er Jahre zurück, wenn das Glenn Miller Orchestra unter Leitung von Will Salden dort mit seinem neuen Programm „It’s Glenn Miller Time“ aufwartet.

Bis nächste Woche wünscht anregende, spannende und unterhaltsame Musikabende, Ihr und Euer Rainer Widmann