CDU und Grüne wollen Schulgebäude in Cronenberg retten

Bezirksvertretung : CDU und Grüne wollen Schulgebäude retten

In einem Antrag in der BV Cronenberg geht es um die Sicherung der Immobilie.

Wenn sich die Mitglieder der Bezirksvertretung Cronenberg heute um 19 Uhr im städtischen Altenheim in der Herichhauser Straße treffen, dann wartet ein umfangreiches Programm auf das Bezirksparlament. 18 Punkte, davon zwei nicht-öffentlich zu verhandelnde Themen stehen auf der Tagesordnung.

Die Sitzung unter der Leitung von Bezirksbürgermeisterin Ursula Abé (SPD) wird sich unter anderem mit dem Thema Schule Berghauser Straße beschäftigen. Das Gebäude verfällt zum Missfallen der  Cronenberger Bürgerinnen und Bürger immer mehr, und da beantragen die CDU und Bündnis 90/ Die Grünen gemeinsam, das unter Denkmalschutz stehende Gebäude Berghauser Straße dauerhaft zu sichern und zu erhalten.

Die bisher vom Gebäudemanagement der Stadt Wuppertal mit 14 Millionen Euro bezifferten Kosten für eine Renovierung und Restaurierung beziehen sich laut CDU und Grünen  auf das gesamte Gebäude einschließlich des Anbaus, der mit einem neuen Dach versehen ist und nicht unter Denkmalschutz steht. Deshalb beantragen CDU und Grüne die Vorlage einer Kostenrechnung ausschließlich für das denkmalgeschützte Gebäude.

In ihrem Antrag verlangen diese  beiden Ratsfraktionen ein Konzept zur künftigen Nutzung des Gebäudes, wobei die Einrichtung einer Feuerwache mit mindestens sechs Werkdienstwohnungen für Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr und eine Sporthalle für den Cronenberger Sport mit Tribünenplätzen für Rollhockey und Handball vorgeschlagen wird. Hierfür sollten im Doppelhaushalt 2020/21 die notwendigen Planungsmittel und in den Folgejahren die Investitionsmittel eingestellt werden.

Zum gleichen Thema beantragt die SPD, die Ideen im Rahmen einer Zukunftswerkstatt für die Nutzung des Schulgebäudes an der Berghauser Straße zu sammeln und als Basis für ein Entwicklungskonzept einzubinden. Auch die Sozialdemokraten befürworten  eine zukünftige Nutzung als Rettungs- und Feuerwache, Wohnung für Feuerwehrleute und den Bau einer Sporthalle. Gleichzeitig begrüßt die SPD die Initiativen der örtlichen  CDU zur zukünftigen Nutzung des denkmalgeschützten Gebäudes, merkt jedoch an, dass es Aufgabe der Stadt ist, konkrete Planungsschritte einzuleiten.

Anzumerken wäre, dass der Bau einer neuen Feuerwache unerlässlich erscheint, da der Löschzug Cronenberg in seinem jetzigen Standort in der Kemmannstraße unter mehr als beengten Verhältnissen untergebracht ist und im Fall eines Alarms durch Rangieren wichtige Sekunden und Minuten verliert, ehe die Helfer ausrücken können.

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