Haßlinghausen: Verfahren zur Bebauung des alten Sportplatzes geht voran

Haßlinghausen: Verfahren zur Bebauung des alten Sportplatzes geht voran

Nachdem der neue Sportplatz am Landringhauser Weg inzwischen von den Vereinen in vollem Umfang genutzt werden kann, geht auch das Verfahren zur Bebauung des alten Sportplatzes voran.

Haßlinghausen. Der Stadtentwicklungsausschuss stimmte der Fortführung von Flächennutzungsplanänderungs- und Bebauungsplanverfahren mehrheitlich zu - die beteiligten Träger der öffentlichen Belange wie Straßenbau und Umweltbehörden, Verkehrsbetriebe und Polizei hatten keine grundlegenden Bedenken gegen die geplante Bebauung mit einem Einkaufzentrum und Wohnungen geäußert. Nur die Grünen sahen ihre Bedenken einer städtebaulich wenig gelungenen Lösung (Holger Krefting sprach von einer "Einkaufsbox") nicht genügend berücksichtigt.

Abstimmungsbedarf mit dem Landesbetrieb Straßen gibt es noch bezüglich der Zufahrten zum Einkaufscenter einerseits und zur Feuerwehr sowie den bis zu 25 barrierefreien Wohneinheiten im Hintergelände andererseits. Das Verkehrsgutachten, das die Stadt in Auftrag gegeben hatte, geht von einer zusätzlichen Verkehrsbelastung von rund 2800 Kraftfahrzeugen auf der Straße L 58 Rathausplatz / Wittener Straße Tag aus.

In jedem Fall sei eine zusätzliche Linksabbiegerspur (aus Richtung Hiddinghausen kommend) zum Einkaufszentrum vorgesehen. "Der Empfehlung, dort auch eine Ampel zu installieren, werden wir folgen", sagte Baudezernent Bernd Woldt im Ausschuss.

Diese Ampel soll mit der am nur rund 200 Meter weiter folgenden Verkehrsknotenpunkt Rathausplatz/Gevelsberger Straße gekoppelt werden, um Verkehrsbehinderungen zu vermeiden und eine Vorrangschaltung für Busse zu erhalten.

Darauf drängen die Verkehrsbetriebe VER und Bogestra, denn nur 150 Meter weiter befindet sich auch die Zu- und Ausfahrt des Haßlinghauser Busbahnhofs. Generelle Bedenken gegen die verkehrliche Anbindung sehen die Behörden nicht.

Eine mögliche Anbindung der zusätzlichen Wohneinheiten im Hintergelände über die Kortenstraße hatte der Ausschuss wie berichtet nach dem Ergebnis der vorgezogenen Bürgerbeteiligung ausgeschlossen.

Im von der Verwaltung vorgelegten Bebauungsplanentwurf waren zunächst nur 15 Stellplätze für die bis zu 25 Wohneinheiten vorgesehen. Nach Bauordnung eigentlich zu wenig. "Es gibt aber auch die Möglichkeit, unter den Gebäuden Tiefgaragen anzulegen", sagte Planungsamtsleiterin Susanne Görner auf entsprechende Fragen aus dem Ausschuss.

Nicht unproblematisch ist das Versickern von Regenwasser auf dem Grundstück. Im hinteren Bereich, das heißt für die Wohnhäuser, ist das über so genannte Rigolen möglich.

Vorne ist der Boden aber kaum durchlässig, was sich immer wieder dann zeigt, wenn auf dem Sportplatz nach Regenfällen das Wasser steht. So soll das Regenwasser von Einkaufszentrum und Parkplatz künftig in den vorhandenen Mischwasserkanal geleitet werden. "Der ist groß genug", sagte Baudezernent Bernd Woldt.

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