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Schüler an weiterführenden Schulen in Hamm müssen wieder Maske tragen

Weiterführende Schulen : Schüler in Hamm müssen wieder Maske tragen

Die Stadt Hamm zieht die Corona-Notbremse. Der Oberbürgermeister verkündet einschneidende Maßnahmen. Ein wichtiger Neuinfektionswert ist auf einen bundesweiten Rekord geklettert.

Die Stadt Hamm führt ab diesem Mittwoch wieder eine Maskenpflicht im Unterricht für Lehrer und Schüler an weiterführenden Schulen ein. Das kündigte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann (CDU) angesichts stark steigender Corona-Neuinfektionswerte in einer Video-Pressekonferenz am Dienstag an. Das gelte für zunächst zwei Wochen und nur dann, wenn baulich ein Mindestabstand von 1,50 Metern nicht gewährleistet sei.

Ab diesem Mittwoch dürfen im öffentlichen Raum zudem nur noch fünf Personen oder Personen aus zwei Haushalten zusammenkommen. Die Kontaktbeschränkung in der 182 000 Einwohner-Stadt gelte ebenfalls für zunächst zwei Wochen.

Hamm habe derzeit die höchsten Neuinfektionszahlen bundesweit: Es seien - Stand Dienstag - 87,1 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen zu verzeichnen. Der CDU-Politiker sprach von einer „Ausnahmesituation“. Dennoch hoffe er, die Zahlen bis Mitte nächster Woche wieder unter einen kritischen Wert zu bekommen.

Am Montag waren bereits Beschränkungen vor allem für private Veranstaltungen beschlossen worden. Es solle trotz der Einschnitte möglichst viel Normalität möglich bleiben.

Nach den am Dienstag kurz zuvor veröffentlichten Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) beträgt die Sieben-Tage-Inzidenz in Hamm 64,8. Sie liegt also weit über der zentralen Kennziffer von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern in sieben Tagen. Die Zahlen von RKI und Kommunen unterscheiden sich oft wegen verschiedener Meldewege und -zeiten.

Dem OB zufolge war Auslöser der zweiten Corona-Welle im Hamm vor allem eine Großhochzeit. Wird in einer Stadt oder in einem Kreis die 50er-Grenze überschritten, sieht die Corona-Schutzverordnung in NRW „zwingend zusätzliche Schutzmaßnahmen“ vor.

(dpa)