„Offene Tür Barbaraviertel“ in Neuss: Schimmel legt Kindertreff lahm

„Offene Tür Barbaraviertel“ in Neuss : Schimmelbefall im Kindertreff

„Offene Tür Barbaraviertel“ kann seit Wochen nicht genutzt werden.

Der Schock war groß, als Mitarbeiter der „Offenen Tür Barbaraviertel“ die Tapete am Fliesenspiegel der Toilettenanlage entfernten: Sie entdeckten schwarzen Schimmel. Durch eine feuchte Wand in der angrenzenden Küche waren sie misstrauisch geworden und kontrollierten die Toilette. Bereits am 18. März wurde der Befall festgestellt. Seitdem kann die Einrichtung an der Heerdter Straße nicht genutzt werden. „Wir hoffen, dass wir so schnell wie möglich wieder hinein können“, sagt Martina Hoschek, Fachbereichsleiterin für Offene Kinder- und Jugendarbeit bei der Katholischen Jugendagentur. Die gGmbH mit Sitz in Düsseldorf hat die Räume gemietet.

Doch noch laufen die Arbeiten. „Ursache für den Schimmel war eine Durchfeuchtung der Wand nach einem Rohrbruch“, sagt Tobias Spange, Pressereferent der Stadt Neuss, der das Gebäude gehört. Der Rohrbruch sei beseitigt und der Schimmel entfernt worden. „Derzeit laufen Trocknungsgeräte, nach Abschluss der Trocknung beginnt die Wiederherstellung der Wandflächen mit Putz- und Malerarbeiten“, so Spange.

Das Angebot der Einrichtung ist seit Wochen eingeschränkt. Da die Verletzungsgefahr für die Kinder zu groß ist, wenn die Trocknungsgeräte laufen, findet das Ferienprogramm draußen statt. Nach Angaben von Martina Hoschek haben sowohl das Theater am Schlachthof als auch der Hundesportverein DVG Rheinallee Räume zur Verfügung gestellt, damit weiterhin Kurse angeboten werden können.

Der Garten wurde auf Vordermann gebracht

Rund 70 Kinder und Jugendliche nutzen die Einrichtung laut Martina Hoschek täglich. Dass durch den Schimmelbefall die „Offene Tür“ nun weitgehend geschlossen bleibt, zeige sich auch auf dem Gelände der Grundschule „Die Brücke“ – der Kindertreff ist in einer früheren Hausmeisterwohnung der Schule. „Auf dem Gelände hat der Vandalismus zugenommen. Es wurden Scheiben eingeschlagen und Mülleimer ausgekippt“, so Martina Hoschek. Das mache deutlich, dass möglichst schnell wieder Nachmittagsangebote gebraucht werden.

Immerhin: In den vergangenen Tagen konnte der Garten vor der Einrichtung auf Vordermann gebracht werden. Unter anderem wurden Möhren und Wassermelonen gepflanzt. Dabei unterstützt (und bei vielen anderen Projekten) wird die „Offene Tür“ vom Verein „Himmelblaue Traumfabrik“. Mitgründerin Christine Baumeister macht auf ein weiteres Problem aufmerksam. „Die Räume dort sind viel zu klein.“ Bereits seit mehreren Jahren sehnten sich die Verantwortlichen nach mehr Platz, um die Angebote ausweiten zu können. „Um den Wunsch zu erfüllen, bieten wir finanzielle Unterstützung an. Auch bei der Renovierung würden wir natürlich mithelfen“, sagt Christine Baumeister.

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