Neuer Rückenexperte im Team

Florian Danckwerth (59) leitet die neue Klinik für Konservative Orthopädie im St.-Elisabeth-Hospital in Lank.

Bandscheibenvorfall, Spinalkanal-Stenosen, Nervenreizung, Brüche an der Wirbelsäule: Das Krankheitsbild „Rücken“ ist vielfältig. Viele Jahre gab es nur eine Therapie: die Operation. Das hat sich in den vergangenen Jahren geändert. Immer mehr Ärzte entscheiden sich für die sogenannte konservative Orthopädie. Heißt: „Wir gucken ganz genau auf das Problem des Patienten, die Ursache für seine Schmerzen und suchen individuell für ihn die passende Therapie aus“, sagt Florian Danckwerth.

Patienten mit einer langen Schmerz-Geschichte brauchen viel Zeit, um ihr Verhalten zu verändern. „Oft spielen psycho-soziale Aspekte eine große Rolle“, weiß Danckwerth. Die Konservative Therapie wird gemeinsam mit Spezialisten aus den Bereichen Schmerztherapie, Psychologie, Pflege, Physio- und Ergotherapie abgesprochen. Ganz wichtig im Gesamt-Therapiepaket: die Eigenverantwortung des Patienten. So könne es sein, dass Schmerzmittel niedriger dosiert werden können — auch daran müssten sich die Patienten erst gewöhnen. „Wir wollen so wenig Schmerzmittel wie möglich verabreichen“, so der Chefarzt.

Der 59-jährige Florian Danckwerth, der mit seiner Frau in Moers lebt, leitet seit November die neu eingerichtete Klinik für Konservative Orthopädie und Schmerzklinik in Lank-Latum. Ebenso ist er seit 18 Jahren Chef des Fachbereichs am St.-Bernhard-Hospital in Kamp-Lintfort — und bleibt das dort auch. Beide Krankenhäuser gehören zur St.-Franziskus-Stiftung Münster. Er ist Experte in der Behandlung von Knochen- und Gelenkerkrankungen und wurde schon mehrfach ausgezeichnet. „Florian Danckwerth gehört zu Deutschlands besten Ärzten“, freut sich Stefan Ewerbeck, Ärztlicher Direktor in Lank-Latum, über den Neuzugang. Sein Kollege sei allein sechsmal vom Magazin „Focus“ ausgezeichnet worden. Natürlich sei es wichtig, in Zeitschriften auf diese Art erwähnt und bewertet zu werden — „aber das Wichtigste ist immer noch die Mund-zu-Mund-Propaganda und die Zufriedenheit unserer Patienten vor Ort“, sagt Stefan Ewerbeck.

Mit dieser neu eingerichteten Klinik ist das St.-Elisabeth-Hospital in Lank eines von lediglich 25 Häusern in ganz Deutschland, das zusätzlich zur Klinik für operative Orthopädie (Leitung: Thomas Pauly) sowie der Klinik für Inneres/Rheumatologie (Leitung: Stefan Ewerbeck) die nicht-operative Behandlung bei Erkrankungen der Wirbelsäule und des Bewegungsapparates anbietet.

Hat der Facharzt und Experte eine Empfehlung, die alle anwenden können, die unter jeglicher Art von Rückenproblemen leiden? Danckwerth: „Es geht ganz generell um ein gutes Körpergefühl, um Achtsamkeit und die eigene Wahrnehmung — und darum, dass die Patienten sich selbst helfen wollen, aktiv werden und nicht immer sofort nach Schmerztabletten greifen.“