Ehepaar Jentjens öffnet seinen Garten für einen guten Zweck

Ehepaar Jentjens öffnet seinen Garten für einen guten Zweck

Die Profi-Gärtner sind mit ihrer grünen Erlebniswelt eine Attraktion.

Vera und Heinz Josef Jentjens haben die Leidenschaft für ihren Beruf in das Rentenalter mitgenommen. Die Gärtnermeister und ehemaligen Gartenbauunternehmer kauften in Osterath vor zehn Jahren ein 2,5 Hektar großes Gelände, das bis in die 1970er Jahre eine Kiesgrube war. „Zwei Hektar waren nur Wasser“, erinnert sich Vera Jentjens. Sie und ihr Mann haben aus der Fläche einen parkähnlichen Garten gemacht. Üppige Baumvielfalt und abwechslungsreiche Gehölze und eine Wasserfläche bringen kreative Ideen für jeden Gartenfreund. „Das ist das Ergebnis jahrelanger liebevoller Gestaltung“, erklärt Vera Jentjens die Verwandlung der verwilderten Fläche.

Mit eingebunden hat das Paar die Mammutbäume. Vor allem diese bis zu 100 Meter hoch und über 1500 Jahre alt werdenden Bäume sind es, die Vera Jentjens hohes Ansehen bei den Kindern in der Region verschaffen. Sie öffnet für jede Kita ihren Garten: „Sie müssen Naturerfahrung machen.“ 400 bis 500 Kinder waren schon da und haben bleibende Erinnerungen mitgenommen. Das Ehepaar hat Spaß am Gestalten und sagt: „Wir möchten die Gartenkultur weitergeben.“

Auch deshalb hat es sich der bundesweiten Aktion „Tag der offenen Gartentür“ angeschlossen und freut sich, bei der privaten Gartenschau Gleichgesinnte zu treffen: „Wir finden, das passt gut zur Gartenstadt Meerbusch.“

Am Samstag und Sonntag, jeweils 10 bis 18 Uhr, öffnen Jentjens an der Krefelder Straße 148 ihren Garten und freuen sich auf einen Kaffee mit den Besuchern. Der Eintritt beträgt drei Euro und geht an die Aktion „Ärzte ohne Grenzen“. Vera Jentjens unterstützt auch das Projekt des Soroptimist International Club auf dem Gelände des ehemaligen Bauhofs in Strümp. Dort wurden 400 Rosen aus einer Spende der Jentjens Grünoase gepflanzt. Der Züchter Rosen Tantau aus Uetersen spendet für jede Pflanze einen Euro, der in das Projekt „Global Water“ einfließt. „Dafür werden in Afrika Dachrinnen gekauft. So müssen die Kinder nicht fünf Stunden laufen, um Wasser zu holen und können in dieser Zeit lernen“, sagt Verena Jentjens. mgö

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