Büderich: Drei Verletzte nach Wohnungsbrand in Büderich

Büderich: Drei Verletzte nach Wohnungsbrand in Büderich

Feuerwehr ist mit 60 Personen drei Stunden im Einsatz. Dachgeschosswohnung ist komplett zerstört.

Büderich. Nach einem Wohnungsbrand mussten in der Nacht zum Freitag in Büderich drei Personen verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Drei weitere konnten nach ambulanter Behandlung wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Feuerwehr war mit 60 Einsatzkräften drei Stunden im Einsatz. Eine Dachgeschosswohnung und der Dachstuhl des Mehrfamilienhauses an der Straße Am Junkerstrauch wurden weitestgehend zerstört.

Als die ersten Einsatzkräfte der Löschzüge aus Büderich und Lank gegen 1.30 Uhr an der Einsatzstelle ankamen, schlugen die Flammen bereits über den Balkon einer Dachgeschosswohnung und den Dachstuhl. Zwei Personen wurden über eine Drehleiter von ihrem Balkon gerettet, da giftiger Brandrauch ihnen den Fluchtweg über das Treppenhaus versperrt hatte.

Die Feuerwehr bekämpfte den Brand von Beginn an direkt mit fünf Strahlrohren über das Treppenhaus, eine Drehleiter und vom Boden aus. Zwischenzeitlich unterstützte ein Teleskopmast der Feuerwehr Neuss die Meerbuscher Wehr.

Die beiden Bewohner der Brandwohnung mussten mit Verdacht auf Rauchgasintoxikation vom Rettungsdienst der Johanniter-Unfall-Hilfe ins Krankenhaus gebracht werden. Auch ein Feuerwehrmann wurde bei dem Einsatz verletzt und musste sich im Krankenhaus untersuchen lassen. Drei weitere Personen konnten vor Ort vom Rettungsdienst behandelt werden und wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

Nachdem die Flammen gelöscht waren, suchte die Feuerwehr mit einer Wärmebildkamera nach versteckten Glutnestern. Dazu wurden Teile des Daches abgetragen. Parallel dazu wurde Löschwasser, das sich im Keller angesammelt hatte, ins Freie gepumpt.

Da über den Einsatzzeitraum 18 Feuerwehrleute mit Atemschutzgeräten eingesetzt wurden, mussten Einheiten aus Langst-Kierst, Nierst und Bösinghoven zur Unterstützung ausrücken.

Flammen und Rauch haben die Brandwohnung vorerst unbewohnbar gemacht und den Dachstuhl stark beschädigt. Die übrigen Wohnungen des Acht-Parteien-Hauses sind weiterhin eingeschränkt bewohnbar. Die Brandursache und die genaue Schadenshöhe wird zurzeit noch von den Experten der Polizei ermittelt.

Insgesamt kamen bei diesem Unglück die Löschzüge aus Büderich, Lank und Strümp, die Löschgruppen aus Langst-Kierst, Nierst und Bösinghoven sowie die Besatzung der Feuerwache mit insgesamt rund 60 Frauen und Männern zum Einsatz.

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