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HTC Schwarz-Weiß schlägt Spitzenreiter Großflottbeker THGC mit 2:1

Hockey : Neuss wahrt Chance auf den Aufstieg

Hockey-Zweitligist Schwarz-Weiß gewinnt bei Spitzenreiter Großflottbeker THGC 2:1.

Sebastian Draguhn hat wieder mal recht behalten. Der ehemalige Weltmeister war mit dem Hockey-Zweitligisten HTC SW Neuss mit der durchaus selbstbewussten Einschätzung ins Match beim Tabellenführer Großflottbeker THGC gegangen: „Spitzenspiele können wir!“ Ganz genau: Schwarz-Weiß gewann nach dem 4:1-Sieg im Hinspiel auch das zweite Duell mit den Hamburgern. Der 2:1 (1:1)-Erfolg bringt die Neusser zwei Spieltage vor Saisonschluss wieder bis auf zwei Punkte an die Hanseaten heran.

Und das tat den Gastgebern weh, zumal deren Coach Wolfram von Nordeck befand: „Wir haben Neuss von A bis Z dominiert.“ Eine Aussage, die sein als Spielertrainer tätiger Kollege Matthias Gräber nur bedingt bestätigte: „Klar, Flottbek war von der Spielanlage deutlich besser als wir. Aber wir waren cleverer.“

Beide Teams treffen noch
auf den Tabellendritten

Dazu gehörte, dass sich die ohne Tomasz Górny, Carsten Merge, Felix Degen und Jacek Kurowski angetretenen Gäste strikt an den ausgegebenen Matchplan hielten. Den hatte Gräber ganz bewusst einfach gehalten: „Alle Mann hinten drin und dann die Bälle dreckig nach vorne spielen.“ Eine Taktik, die im ersten Viertel zu einhundert Prozent aufgegangen sei: „Wir hatten deutlich mehr Kreisszenen als Flottbek.“ Der von Cedric Heimbach in der 17. Minute erzielte Führungstreffer sei darum nicht unverdient gewesen.

Die Hausherren reagierten auf den Rückstand mit wütenden Attacken. „Die haben uns hinten eingeschnürt“, gab Gräber zu. Mehr als der Treffer von Max Baumgardt zum 1:1 (22.) sprang dabei indes nicht heraus.

Und das lastete der Spitzenreiter auch den beiden Schiedsrichtern Christoph Bastobbe (Helmstedt) und Carsten Großmann-Brandis (Hamburg) an: Dass sie Jack Winnebergers Tor zum vermeintlichen 2:1 (54.) die Anerkennung verweigerten, irritierte sie ebenso wie die von Sebastian Draguhn eine Minute später zum Neusser Siegtor genutzte Strafecke. Für Gräber war der „Lucky Punch“ dagegen fast logisch: „Flottbek hat bei seinen zehn Ecken alle Varianten ausgepackt, aber keine reingemacht. Ich wusste: Wenn wir irgendwie die Chance bekommen, rappelt’s im Karton. Damit haben wir uns für eine starke Teamleistung belohnt.“

 Die neue Lage: Nach dem spielfreien Pfingstwochenende treten die Neusser am 15. Juni beim Tabellendritten BW Köln an, Großflottbek spielt in Hannover. Am letzten Spieltag (23. Juni) empfängt Neuss Rissen, Großflottbek spielt bei BW Köln.