Ist der Ostermarkt im April in Gefahr?

Ist der Ostermarkt im April in Gefahr?

Streit: Die City-Eventmanagerin kündigt, die Werbegemeinschaft will das nicht akzeptieren.

Dormagen. Die Zusammenarbeit der Werbegemeinschaft Stadt Dormagen (WSD) mit Eventmanagerin Janica Johnen scheint endgültig beendet. „Wir werden in Dormagen Ostermarkt, Frühlingsfest und Bierbörse nicht mehr organisieren“, bestätigte die Eventmanagerin auf Anfrage der WZ. Sie hat ihren Vertrag mit der WSD fristlos gekündigt.

Ausschlaggebend für die Entscheidung sei nicht nur die geringe Wirtschaftlichkeit der Veranstaltungen gewesen, sondern auch die Zusammenarbeit mit den Akteuren. „Wir haben uns 18 Monate bemüht, es mit allen Interessengruppen zum Erfolg zu bringen. Wir haben viele Gespräche geführt, leider ohne ein erfolgversprechendes Ergebnis. Die Zusammenarbeit war nicht gut“, bedauert Johnen.

Seit Ende 2009 hatte die Inhaberin der Agentur Solbach aus Wermelskirchen im Auftrag der Werbegemeinschaft die Feste und Märkte in der City organisiert, zuletzt den weihnachtlichen „Markt der Sterne“ vor dem Historischen Rathaus.

Zu Johnens Portfolio zählt auch die Bierbörse. Das Festival, bei dem bis zu 1000 Biersorten ausgeschenkt werden, gastiert seit Jahren in Benrath und Opladen. Es machte 2010 erstmals auch in Dormagen Station. Eine Neuauflage war für August geplant.

Gerd Hengsberger, Vorsitzender der Werbegemeinschaft, will die Kündigung der Eventmanagerin nicht akzeptieren. Er spricht von Missverständnissen, die man ausräumen wolle. „Wir haben einen Vertrag und wir gehen davon aus, dass dieser erfüllt werden muss“, erklärt Hengsberger. Kurzfristig einen neuen Veranstalter zu finden, dürfte schwierig werden. Das erste große City-Event des Jahres, der Ostermarkt mit verkaufsoffenem Sonntag, ist für den 2. und 3. April terminiert.

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