Feuer und Eis auf Autobahn

Feuer und Eis auf Autobahn

Viel zu tun für die Einsatzkräfte: Ein Wagen fing Feuer, ein Lkw stellte sich quer.

Niederrhein. Schnee und Glätte haben am Niederrhein für teils chaotische Zustände auf den Autobahnen geführt. Staus gab es unter anderem auf der A 52 und der A 61: Zwischen Elmpt und Büderich sowie zwischen Nettetal und dem Süden von Mönchengladbach ging es nur im Schneckentempo voran.

Die Autobahnpolizei meldete am Mittwoch deutlich mehr Unfälle als am Dienstag, als ja auch schon Schnee lag. Allerdings: In der Nacht zu Dienstag war der Schnee auf freie Straßen gefallen, im Laufe des Tages dann immer wieder aufgeweicht und wieder angefroren, so dass sich an einigen Stellen eine Eisschicht bildete, über die dann in der Nacht zu Mittwoch wieder Schnee fiel — eine gefährliche Kombination.

Unter anderem wurde eine Niederländerin leicht verletzt, die am Dienstag gegen 20.15 Uhr ihren Wagen auf der A 61 nicht mehr kontrollieren konnte und bei Breyell in die Mittelleitplanke krachte. Sie wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus nach Venlo gebracht, ihre Tochter blieb unverletzt. Die Auffahrt zur A 61 musste für etwa zwei Stunden gesperrt werden.

Gegen 22.15 Uhr musste die Feuerwehr zur A 40 kurz hinter Wachtendonk in Fahrtrichtung Venlo ausrücken: Völlig unabhängig vom Wetter hatte ein Auto — vermutlich aufgrund eines technischen Defekts — Feuer gefangen. Dem Fahrer war es noch gelungen, seinen Wagen auf dem Seitenstreifen abzustellen und sich in Sicherheit zu bringen. Als die Feuerwehr kam, stand das Auto schon in Flammen. Die Autobahn musste gesperrt werden.

Viel war in diesem Bereich allerdings ohnehin nicht los, denn wer in Richtung Venlo wollte, war schon in Kempen abgeleitet worden und konnte in Wachtendonk wieder auffahren. Der Grund: Bereits gegen 19.50 Uhr war ein 47-Jähriger aus Radevormwald mit seinem Sattelzug auf glatter Fahrbahn ins Schlingern geraten. Der Zug stellte sich quer und verkeilte sich in der Mittelleitplanke. Der Mann wurde in den Beifahrerfußraum geschleudert und so schwer verletzt, dass er ins Krankenhaus kam.

Zunächst konnten die Autos an dieser Unfallstelle vorbei geleitet werden. Als sich dabei jedoch ein anderer Sattelzugfahrer verschätzte und im rechten Grünstreifen landete, war es aus. Erst gegen 23.15 Uhr rollte der Verkehr wieder reibungslos. Den Schaden in diesem Fall schätzt die Polizei auf etwa 83 000 Euro.

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