Beatles-Nacht mit Rubber Soul

Die Coverband begeisterte das Publikum im WüRGer Club.

„Uns freut es auch, alle Einwohner Wülfraths heute Abend hier begrüßen zu können“, frotzelte Frontmann Torsten Löhnert zu Konzertbeginn. Er und seine Mitstreiter von Rubber Soul machten das, was sie am besten können: Sie versetzten ihr Publikum im WüRGer Club musikalisch in eine andere Zeit.

Dazu spielten sie aus dem unerschöpflich scheinenden Reservoir berühmter Beatles-Kompositionen eine abendfüllende Auswahl. Songs wie „Please please me“, „From me to you“ oder „Magical mystery tour“ klangen gut und animierten das Publikum zum Mitsingen. Kurzum: Die Stimmung im Würg-Haus am Hammerstein war von Anfang an prima.

„Die Beatles fand ich immer spitze. Das ist der Sound meiner Jugend und das ist ein Rückblick in eine ganz andere Lebensphase“, begeisterte sich Eberhard Münsch (73). So wie er zählte der Löwenanteil des Publikums zu den so genannten Golden Agern. Und so wie er konnte sich auch Monika Mäder (68) „begeistern, die spielen wirklich großartig“.

Benannt nach einem der „vielleicht besten Studioalben aller Zeiten, auf jeden Fall einem der stärksten in der Reihe der vielen bemerkenswerten Beatles-Platten“, wie Zuhörer Peter (69) bei einem Bier fachsimpelte, gaben Torsten Löhnert, Jürgen Lenkeit, Henri Scherkenbach und Bernd Alsdorf, die auf den Spuren der der Fab Four — John Lennon, George Harrison, Paul McCartney und Ringo Starr — wandeln, ihr Bestes und spielten beseelt auf. Schnell und knallig sauste das Quartett durchs Repertoire, und sorgte damit für eine gewisse Ausgelassenheit bei den Zuhörern.

Zwischendrin gab es ein paar launische Anmoderationen und Bemerkungen und ansonsten machten Rubber Soul das, was eine gute Band auszeichnet: Sie hauten in die Saiten und aufs Schlagzeug, sangen und gaben alles. „Spitzenmäßig. Für mich könnte das ewig so weitergehen“, sagte Eberhard Münsch. von

Mehr von Westdeutsche Zeitung