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Prüfer untersuchen in Erkrath nach dem Hochwasser Brücken

NRW : Beschädigte Brücken werden geprüft

Nach dem Hochwasser waren die Brückenprüfer in der Stadt unterwegs. Einige Brücken sind nach wie vor gesperrt, andere wieder freigegeben. Außerdem gibt es einen weiteren Termin für die Sperrmüll-Abholung.

(Red) Die Nachwirkungen des Hochwassers beschäftigen die Stadt Erkrath nach wie vor. Zusammen mit einem Statiker hat der Fachbereich Tiefbau, Straße, Grün nun nahezu alle betroffenen Brücken innerhalb des Stadtgebietes auf mögliche Hochwasserschäden überprüft. Dabei wurden sowohl erhebliche Mängel festgestellt, als auch provisorisch gesperrte Brücken wieder freigegeben.

Bis auf Weiteres gesperrt bleiben die Brücke Dorper Weg am Stinderbach in Alt-Erkrath sowie die Brücke Überhaan am Eselsbach in Unterfeldhaus. Hier kam es zu teils heftigen Unterspülungen im Brückenbereich, wodurch insbesondere die Zuwegungen beschädigt wurden. Die Bereiche müssen daher aus Verkehrssicherungsgründen teilweise oder sogar komplett gesperrt werden.

Brücke Dorper Weg darf nur
noch zu Fuß genutzt werden

So ist die Benutzung der Brücke Dorper Weg nur noch für Fußgänger möglich. Fahrzeuge oder Pferde dürfen die Brücke inklusive Zuwegung aufgrund ihrer Last stattdessen nicht mehr passieren. Die dort weggebrochenen Bodenelemente müssen durch eine entsprechende Fachfirma großflächig verfüllt und auch der Straßenbelag anschließend komplett erneuert werden. Wann die Arbeiten ausgeführt werden können, steht derzeit noch nicht fest.

Einschränkungen gibt es auch bei der Brücke Neubuschenhoven am Hubbelrather Bach / Stinderbach, deren Benutzung nur noch bis maximal 3,5 Tonnen erlaubt ist. Komplett abgerissen werden muss dagegen die Fußgängerbrücke an der Bachstraße. Sie wurde durch das Hochwasser irreparabel beschädigt. Das Betreten der Brücke ist strengstens verboten. Es besteht akute Einsturzgefahr. Die Brücke wird in den nächsten Tagen abgerissen.

 Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser: Feuchter Hausrat stand und steht fast vor jeder Haustür.
Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser: Feuchter Hausrat stand und steht fast vor jeder Haustür. Foto: Köhlen, Stephan (teph)

Wieder uneingeschränkt für den Verkehr freigegeben wurden die Brücken Bismarckstraße und Morper Allee. Die Prüfungen auf Standsicherheit sowie Verkehrssicherheit verliefen einwandfrei. Auch die Brücken an der Bachstraße (Gymnasium), am Gödinghover Weg sowie am Stindertalweg weisen keine gravierenden Schäden auf.

Neben der den Brückenprüfungen finden nach wie vor im gesamten Stadtgebiet mit Unterstützung des städtischen Bauhofs und der Freiwilligen Feuerwehr mehrere Sperrgutsonderfahrten der Awista statt. Damit die aufwendige Entsorgung möglichst schnell und problemlos erfolgen kann, bittet die städtische Abfallberatung darum, die entsprechende Mülltrennung zu beachten.

Zum Sperrgut gehören demnach Möbel sowie Hausrat. Elektrogeräte sind hiervon ebenso wie verdorbenes Kleinzeug (Restmüll) zu trennen und werden gesondert abgeholt. Bauholz, Bauschutt sowie Baumischabfälle können dagegen nicht mitgenommen werden und sind selbst zu entsorgen, entweder über einen privat organisierten Containerdienst oder den Wertstoffhof.

Wertstoffhof erweitert Öffnungszeiten am Samstag

Hierfür wird der Wertstoffhof seine Öffnungszeiten auch am kommenden Samstag, 24. Juli, erweitern. Der Hof an der Hochdahler Straße öffnet dann erneut von 8 bis 17 Uhr und hält zusätzliche Behälter und Kapazitäten bereit. Da auch Schadstoffe wie Farben oder Lacke nur bedingt vom Bauhof mitgenommen werden können, bittet die Abfallberatung diese Produkte während der turnusmäßigen Standzeiten des Schadstoffmobils zu entsorgen. Die nächste Möglichkeit hierzu besteht am Dienstag, 27. Juli, auf dem Gerbersplatz in Alt-Erkrath von 8.30 bis 18 Uhr. Ein zweites Mobil wird an diesem Tag zudem die Aufnahmekapazität erhöhen.

Straßenzüge, in denen bereits einmal Sperrgut abgeholt wurde, werden erst zu einem späteren Zeitpunkt ein weiteres Mal angefahren. Um die bereits vollständig leergeräumten Straßenzüge von den noch vorhandenen Schlammresten zu befreien, wird die Freiwillige Feuerwehr Erkrath anschließend zusammen mit dem Fachbereich Tiefbau, Straße, Grün versuchen, die verdreckten Straßen mit Wasser zu reinigen.

Bei den aufwendigen Abfuhrarbeiten bittet die Stadtverwaltung um ein wenig Geduld sowie um Mithilfe der Bürger durch eine korrekte Mülltrennung.