Monheim : Plätze für den Gänselieselmarkt für Händler bald online buchbar

Monheim hat Organisation an externen Dienstleister übergeben.

Der Gänselieselmarkt ist in Monheim eine Institution. Er ist der größte Trödelmarkt der Region, auf dem ausschließlich private Händler ihre Schätze verkaufen. Im kommenden Jahr wird er zum 45. Mal in der Altstadt ausgerichtet – zwar wird die Stadt Monheim dann noch als Veranstalterin auftreten, aber sie will die Planung und Beaufsichtigung des Marktes an einen externen Dienstleister übergeben. Verwaltungsintern hat der Markt inzwischen die Zuständigkeit gewechselt, vom Bereich Ordnung und Sicherheit in die Wirtschaftsförderung, weil diese auch das Rahmen gebende Stadtfest organisiert.

„In der Verwaltung hat der Markt sehr viele personelle Ressourcen gebunden“, erklärt Thomas Zitzmann, Leiter der Wirtschaftsförderung. „An den Markttagen haben unsere Leute ab 4.30 Uhr angefangen, die Händler mit ihren Pkws am Rheindeich aufzustellen, um sie geordnet in die Altstadt einfahren zu lassen“, fährt Christiane Schärfke, Leiterin des Bereichs Ordnung und Sicherheit, fort. Denn die Standplätze wurden erst vor Ort vergeben: „Die Leute haben ihre gewünschte Meterzahl genannt und sind dann auf die Straßen verteilt worden.“ Die Mitarbeiter waren angewiesen, keine Standlücken zu produzieren und allen das Durchkommen zu sichern.

„Die meisten Händler waren bei der Platzvergabe pflegeleicht“, so Schärfke. Aber es habe auch Diskussionen gegeben. Einige Händler hätten am Deich campiert, um sich im Wettbewerb um die vermeintlich besten Plätze einen Vorsprung zu sichern. Auch die Standgebühren sind erst vor Ort einkassiert worden. In der Regel ist auf den rund 1300 Metern Platz für 400 Trödelstände.

Künftig werden die Händler am Markttag länger schlafen können, denn durch die Vergabe soll die Organisation auch „innovativer und bürgerfreundlicher“ werden. Für die Anmeldungen soll der Dienstleister eine Webseite erstellen, auf der die Marktteilnehmer einen Standplatz reservieren und auch gleich die Gebühren überweisen können. Und auch, wenn die „Satzung über die Durchführung des Gänselieselmarktes“ damit aufgehoben werden muss, sollen ihre wesentlichen Bestimmungen für die nächsten drei Jahre sowohl vertraglich als durch eine mit dem Dienstleister abzuschießende Marktordnung gesichert werden. „So soll sich vor allem an der Standgebühr von sechs Euro für den laufenden Meter nichts ändern“, so Zitzmann.

Auch sollen weiterhin die Anwohner ein Anrecht auf einen Stand vor der eigenen Haustür behalten und Kinder ihre ausgelesenen Bücher und das sattgesehene Spielzeug gebührenlos feilbieten können. Der Dienstleister wird die Standgebühren, die bisher der Stadtkasse zuflossen, für sich vereinnahmen. Darüber hinaus wird ihm die Stadt nichts zahlen.

Der Ausschuss für Ordnung und Soziales hat in seiner gestrigen Sitzung diesem Verwaltungsvorschlag zugestimmt.