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Langenfeld: Elterntaxis sollen künftig in der Garage bleiben

Langenfeld : Elterntaxis sollen künftig in der Garage bleiben

Aktuell werden noch 23 Prozent der Schüler mit dem Auto gebracht, ergab eine Umfrage.

Wie können Schulwege so verbessert werden, dass Kinder sicher und eigenständig zur Schule gelangen? Diese Frage ist zentraler Bestandteil des Mobilitätskonzeptes, das im Auftrag der Stadt vom Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung Dortmund (iS) erarbeitet wird. Während sich in den 70er Jahren 90 Prozent der Kinder alleine auf den Weg machten, ist es heute ein Drittel.

In Langenfeld werden 23 Prozent der Kinder mit dem Auto gebracht, ergab eine Elternbefragung des Instituts. 53 Prozent der Grundschuleltern gaben Auskunft über die Schulweglänge, das gewählte Verkehrsmittel und Sicherheitsfragen. 60 Prozent der Grundschüler gehen weniger als einen Kilometer zur Schule.

42 Prozent der Schüler gehen zu Fuß. 23 Prozent werden von einem Elternteil zur Schule chauffiert. „Mit elf Prozent am geringsten ist der Anteil der Elterntaxis an der Paulusschule, mit 30 Prozent am höchsten an der Erich-Kästner-Schule“, berichtete Institutsmitarbeiter Jan Garde. Die Kinder, die selbstständig unterwegs sind, gehen meist mit anderen Kindern und sind mit Tretrollern unterwegs. Wenn sie mit dem Rad fahren, werden 36 Prozent der Kinder von einem Elternteil begleitet. Schüler der Don-Bosco-Schule legen den Fußweg oft allein zurück. Fragt man die Eltern nach dem Nutzen des selbst bewältigten Schulweges sagen sie, dass das Kind den Umgang mit dem Straßenverkehr lernen soll, sich körperlich betätigen und Freunde treffen.

48 Prozent der Eltern chauffieren wegen „ungüstigen Wetters“

Für Heiterkeit sorgten im Schulausschuss die Gründe, die Eltern für ihre Chauffeursdienste angaben. So führten 48 Prozent der Eltern der Grundschule Wiescheid ungünstige Wetterbedingungen an. 13 Prozent möchten wissen, dass das Kind sicher ankommt. Elf Prozent halten den Schulweg für „zu gefährlich“. 23 Prozent der Eltern erklärten, die Schule liege schlicht auf dem Weg zur Arbeit. Zu ihren Parkgewohnheiten gaben 30 Prozent an, ihre Kinder vor der Schule aussteigen zu lassen. 20 Prozent begleiten das Kind zum Eingang.

Als Teil des noch zu erarbeitenden Mobilitätskonzeptes sollen im Verlauf des Jahres im Austausch mit allen Beteiligten – Schulleitung, Eltern, Polizei, Schulamt – Maßnahmen getroffen werden, um das Elterntaxi in die Garage zu verbannen.