SPD fordert einen Behindertenbeirat

SPD fordert einen Behindertenbeirat

Im Januar soll der Rat einen entsprechenden Antrag diskutieren.

Erkrath. Wenn es um Hilfe und und Unterstützung für Menschen mit Behinderung geht, guckt die Erkrather SPD derzeit neidisch nach Hilden. Denn dort gibt es bereits seit 1976 einen Behindertenrat, der sich um die Wahrung der Interessen von Menschen mit Behinderung kümmert. Aus diesem Grund haben die Sozialdemokraten Klaus Dupke, seit vier Jahren Vorsitzender des Hildener Behindertenbeirats, eingeladen, der über seine Arbeit referierte.

Fernziel dieses ersten, informellen Gesprächs ist die Installation eines eigenen Behindertenrats in Erkrath. "Wir wollen das ähnlich machen wie die Hildener: Alle relevanten Vereine und Ratsfraktionen sollen an einen Tisch und einen zentralen Ansprechpartner benennen, der bei wichtigen Themen als Interessensvertreter auftritt", sagt Detlef Ehlert, Fraktionsvorsitzender der SPD.

Bislang hatte Karin Funk, Vorsitzende des Vereins "Arbeitsgemeinschaft Behinderte und Nichtbehinderte in Erkrath", diese Aufgabe übernommen, "für uns wäre es aber wichtig, dass die Stadt offiziell jemanden benennt", so Ehlert weiter. Die Stelle soll allerdings ehrenamtlich bleiben.

Inhaltlich hätte der neue Behindertenbeauftragte dann eine beratende Aufgabe. Er soll den Rat, die Ausschüsse und die Öffentlichkeit über die Wünsche und Anliegen von Betroffenen informieren, frühzeitig in Entscheidungsprozesse eingreifen, Praxistipps geben, für Barrierefreiheit in öffentlichen Gebäuden und Verkehrsflächen einstehen und so für eine echte Gleichstellung sorgen. Gleichzeitig ist es seine Aufgabe, bestehende Benachteiligungen für Behinderte abzubauen und die Einhaltung der Gleichstellungsgesetze zu überprüfen.

In Hilden ist all dies bereits seit langem Realität. Dort wird der Beirat zu allen städtischen Baumaßnahmen befragt. Sogar private Bauherren melden sich bei Dupke, bevor sie ihre Planungen abschließen. Das will die SPD auch für Erkrath erreichen. Ehlert: "Im Januar werden wir einen entsprechenden Antrag für die Ratssitzung einreichen."