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Wo Krefelder am besten das Silvester-Feuerwerk sehen können

Silvester-Ausblicke : Von diesen Orten aus gibt es den besten Blick aufs Feuerwerk

Wer das Schauspiel am Himmel beim Jahreswechsel beobachten möchte, der kann dies auf dem Rheindamm, Hülser Berg, Egelsberg und Kapuzinerberg tun.

Silvester lässt die Sonne sich tagsüber nur ganz kurz mal blicken. Überwiegend ist der Himmel bedeckt, auch in der Nacht. Wer dennoch einen möglichst guten Blick auf das Feuerwerk um Mitternacht über Krefeld haben möchte und einen Anfahrtsweg nicht scheut, für den hat die WZ-Redaktion einige Standort-Tipps parat. Auf alle Fälle aber sollten Sie sich warm anziehen, denn die Temperaturen sinken auf acht Grad Celsius. Wo immer Sie auch das neue Jahr begrüßen werden, wir wünschen Ihnen an dieser Stelle ein glückliches und gesundes 2019.

Den schönsten Ausblick aufs Feuerwerk in Uerdingen gibt’s vom Rheindamm, das steht für Elmar Jakubowski, den Vorsitzenden des Uerdinger Heimatbundes, fest. „Von da aus kann man bis nach Duisburg-Rheinhausen gucken und das Feuerwerk an Silvester in der Ferne und über dem Rhein sehen. Das sieht toll aus“, findet Jakubowski. Auch von der Rheinbrücke aus gibt’s sicherlich einiges zu sehen, dann mit Blick Richtung Uerdingen und Krefeld. „Aber da wird schon wegen der Autos wohl kaum jemand hochgehen“, glaubt der Heimatbund-Vorsitzende. Auch Heike Hoffmann, zweite Vorsitzende des Bürgervereins Uerdingen am Rhein, empfiehlt Feuerwerks-Fans den Rheindeich. Sie selbst feiere lieber privat, weiß aber: „Am unteren Werft wird jedes Jahr viel geböllert und geschossen.“ Schade findet sie, dass es in Uerdingen kein größeres Event gibt. „In Uerdingen ist Silvester ziemlich tote Hose. Es wird zwar privat gefeiert, aber mit einer eigenen Veranstaltungshalle könnte man hier etwas Größeres aufziehen.“

Im Stadtwald werden bei den Partys im Stadtwaldhaus (die ausverkauft ist) und der Ü 30-Party auf der Rennbahn zum Jahreswechsel Feuerwerkskörper in den Himmel fliegen. Wer nicht nur einen Ausschnitt des Himmels sehen möchte, sondern einen freien Blick aus nördlicher Richtung auf die Stadt sucht, der sollte nach Traar zur Egelsbergmühle fahren. Dort treffen sich jedes Jahr viele Leute um Mitternacht. „Weil man von dort einen herrlichen, freien Blick auf Krefeld wie auch auf Duisburg hat“, sagt Walter Kienen vom Bürgerverein Traar.

Mit dem Auto sollte man nicht direkt bis ans Traarer Wahrzeichen ranfahren. „Dafür gibt es zwei gute Parkmöglichkeiten“, erklärt Kienen. Die eine ist der Parkplatz des Flughafens auf dem Egelsberg. „Von dort führt über 300 Meter ein Weg direkt auf die Mühle zu.“ Das sei der kürzeste Weg. Komfortabler sei es, das Auto direkt auf dem Parkplatz des Festplatzes an der Moerser Landstraße abzustellen. Auf der anderen Seite der Straße führt ein Fußweg über die Straße Am Egelsberg mit guter Beleuchtung bis zum Müllerhaus. An dem Backsteingebäude ist in einer Höhe von 1,80 Metern ein Wegschild in Richtung Mühle angebracht, die linkerseits liegt. Eine gute Taschenlampe und festes Schuhwerk sollten dennoch nicht fehlen. Denn die Mühle selbst ist nur bis etwa 22.30 Uhr angestrahlt.

Hülser Berg

Einen guten Blick auf den Niederrhein und das Ruhrgebiet haben Schaulustige vom 63 Meter hohen Hülser Berg aus. Geparkt werden kann auf dem Plateau, auf dem Parkplatz der Bergschänke, die regulär am Montag um diese Uhrzeit geschlossen ist. „Eine Stunde vor Silvester ist hier oben immer viel los“, sagt Gastronom Robert Obertreis, der in der Bergschänke selbst auch wohnt. Links vorbei an der Bergschänke und dem Kinderspielplatz führt der Fußweg geradewegs auf den Johannesturm zu, der mit seinen 163 Stufen in eine Höhe von 30 Metern führt. Schwindelfreiheit, Trittsicherheit und eine gute starke Taschenlampe sind Voraussetzung.

Inrath

Krefelds nächsthöchste Erhebungen sind mit 87 Metern der Inrather Berg und mit 77 Metern der Kapuzinerberg am Flünnertzdyk am Inrath. „Der Kapuzinerberg ist ein Wohlstandsberg, der Inrather Berg ein Trümmerberg“, sagt Rolf Hirschegger, Vorsitzender des Bürgervereins. Denn der Kapuzinerberg ist eine ehemalige Müllhalde. Unter dem Inrather Berg liegen laut eines ersten Verwaltungsberichts aus den Nachkriegsjahren 2,5 Millionen Kubikmeter Trümmer in Folge der schweren Bombenangriffe am 22. Juni 1943 und Luftangriffe Anfang 1945.

Einen guten Blick auf das Silvester-Feuerwerk haben diejenigen, die rechtzeitig vor Mitternacht Montagnacht vom Parkplatz am Flünnertzdyk aus den Kapuzinerberg hoch zum neuen Gipfelkreuz besteigen. 20 Minuten sollten die Spaziergänger schon bis dorthin zeitlich einrechnen. Alleine dort oben werden sie bei dem beliebten Treffpunkt zu Silvester nicht sein.