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Weihnachtsmarkt in Krefeld: Corona-Maßnahmen reichen nicht aus

Weihnachtsmärkte möglich? : Weihnachtsmarkt in Krefeld: Corona-Maßnahmen reichen nicht aus

Müssen die Weihnachtsmärkte zwei Tage vor ihrer geplanten Öffnung abgesagt werden? Die Entwicklung des Infektionsgeschehens in Stadt und Land scheinen diesen radikalen Entschluss nahezulegen.

Um diese Entscheidung ist der Corona-Krisenstab der Stadt Krefeld unter der Leitung von Oberbürgermeister Frank Meyer wahrlich nicht zu beneiden: Müssen die Weihnachtsmärkte zwei Tage vor ihrer geplanten Öffnung abgesagt werden? Die Entwicklung des Infektionsgeschehens in Stadt und Land scheinen diesen radikalen Entschluss nahezulegen. Doch sollte zuvor genau geprüft werden, ob es zu dieser „ultima ratio“ nicht Alternativen gibt. Städte wie Münster machen vor, wie das funktionieren kann.

Welche Regeln auf Krefelder Weihnachtsmärkten gelten

Klar ist: Die bisher in Krefeld vorgesehenen Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit von Besuchern und Beschäftigten auf den Märkten reichen nicht aus. Die Anwendung von 3G, dessen Einhaltung nur stichprobenartig kontrolliert wird, ist einfach zu wenig, um eine Verbreitung von Corona im Gedränge zwischen Glühweinbuden und Kunsthandwerk zu verhindern. Stattdessen sollte es eine Maskenpflicht und/oder einen Eintritt nur für Geimpfte und Genesene geben. Wer nicht geimpft werden kann, etwa schwangere Frauen, sollte einen aktuellen Test vorweisen müssen. Wer nicht geimpft werden möchte, sollte den Glühwein zu Hause trinken. Und wer gegen diese Regelungen verstößt, den sollten empfindliche Geldstrafen treffen.

Mit Besinnlichkeit und Festtagsstimmung hätte das alles wenig zu tun. Doch das Virus fragt nicht nach Besinnlichkeit. Um die Weihnachtsmärkte noch zu retten, aber auch so sicher wie möglich zu machen, sind jetzt unbequeme Schritte unvermeidbar.