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Tödlicher Kran-Einsturz im Hafen Krefeld: So laufen die Ermittlungen

Unglück im Hafen : Tödlicher Kran-Einsturz im Krefelder Hafen: So laufen die Ermittlungen der Polizei

Nach dem tödlichen Kran-Einsturz im Krefelder Hafen laufen die Ermittlungen vor Ort. Der Bereich bleibt vorerst abgesperrt.

Update (9.November): Die Ermittlungen und Untersuchungen durch Sachverständige nach dem tödlichen Kran-Einsturz gehen weiter. Der Bereich ist nach wie vor abgesperrt, ein weiterer Gutachter wurde angefordert, erklärte eine Sprecherin der Polizei unserer Redaktion am Mittwoch. Der Kran und das Schiff würden vorerst am Unglücksort verbleiben. Der Kran werde genau untersucht - unter anderem müsse geklärt werden, ob es Beschädigungen gab oder andere Einflüsse, die möglicherweise vor dem Einsturz hätten bemerkt werden können. Der Leichnam des 33-Jährigen war bereits obduziert worden. Der Kranführer erlag nach den Angaben schwersten Verletzungen.

Meldung (4. November): Nach dem tödlichen Kran-Einsturz im Krefelder Hafen laufen die Ermittlungen der Wasserschutz-Polizei Duisburg. Die Ermittler haben sich am Freitag zusammen mit einem Sachverständigen ein Bild am Unfallort gemacht, erklärte ein Sprecher der Polizei in Duisburg unserer Redaktion. Am frühen Donnerstagmorgen war bei Verladearbeiten ein Kran plötzlich offenbar einfach abgeknickt, die Kanzel geriet zwischen Kaimauer und Schiff, ein 33-jähriger Arbeiter aus Krefeld war nach Angaben der Feuerwehr sofort tot.

Zur Ursache des Einsturzes gehen die Untersuchungen am Montag weiter. Dann sollen sogenannte Materialgutachter die Substanz des umgestürzten Krans prüfen, so der Sprecher der Polizei weiter. Mittels eines Kranschiffes wurde nach den Angaben am Freitag die Baggerschaufel des Krans aus dem Frachtschiff geborgen. Die Ladung (Zweieinhalbtausend Tonnen Mais) soll noch entladen werden. Das Frachtschiff selber sei noch fahrbereit, könne bewegt werden, ohne dass der umgestürzte Kran instabil wird.

Der Bereich bleibe bis zur Beendigung der Untersuchungen in der nächsten Woche abgesperrt. Die Kanzel des Krans stecke im Uferschlick - komplett unter Wasser - fest. Der Hafenbetrieb bleibe davon unbeeinträchtigt, so der Polizeisprecher weiter.

Das Gutachten zur Ursachenklärung des Vorfalls werde voraussichtlich Wochen in Anspruch nehmen. Bisher habe es aber keine Hinweise auf eine Fremdeinwirkung gegeben.

(pasch)