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Kindertagesstätte: Ein Ort, um spielend Englisch zu lernen

Kindertagesstätte : Ein Ort, um spielend Englisch zu lernen

Die bilinguale Kindertagesstätte „Zaubersterne“ hat in Hüls ihre Pforten im Mehrgenerationenhaus geöffnet.

Krefeld. Die jungen Bewohner des Mehrgenerationenhauses sind bereits eingezogen. 52 Kinder zwischen vier Monaten und sechs Jahren sorgen in der neu eröffneten Kita „Zaubersterne“ am Hölschen Dyk in Hüls für munteres Leben. Das Altenheim wird zwar erst Anfang September eröffnet; die ersten gemeinsamen Projekte sind aber bereits geplant.

Beim „Kennenlerntag“ nehmen die Eltern die neuen Räume und die Kinder vor allem das Spielzeug in Augenschein. Sylvia und Stefan Beer sind mit ihrem vierjährigen Sohn Simon gekommen. „Er ist mit seinen fünf Freunden aus der städtischen Kita hierher gewechselt“, berichten sie. „Wir waren auch mit der früheren Kita, vor allem mit den Erzieherinnen, sehr zufrieden. Aber hier gibt es ein größeres Angebot, mehr Entfaltungsmöglichkeiten für die Mädchen und Jungen.“

So loben sie die kleine Turnhalle, die auch Bewegungsraum heißt, das große Außengelände, die Betreuungszeit bei 35 Stunden mit Mittagessen bis 14.30 Uhr und das Frühstücksbuffet. „Dass die Kita bilingual geführt wird, war nicht ausschlaggebend“, sagt Sylvia Beer.

Für andere Eltern ist das ein Kriterium. „Der gesamte Kindergartenalltag findet in der deutschen und englischen Sprache statt“, erzählt Claudia Kiesler, die pädagogische Leiterin. „Wir schaffen Situationen, in denen die Kinder in ein fremdsprachiges Umfeld versetzt werden, in dem sich immer eine Bezugsperson in der fremden Sprache mit ihm unterhält. So erfolgt das Lernen ganz beiläufig.“ In jeder Gruppe gibt es dafür eine Erzieherin mit Englisch als Muttersprache. „Nach dem Motto: Eine Person, eine Sprache“, sagt Kiesler.

Außerdem sind die Erzieherinnen auf Inklusion vorbereitet. Die Räume, in denen gespielt und gelernt wird, sind hell und großzügig. Die Kinder orientieren sich nach Farben. Jede der drei Gruppen hat auch drei Räume zur Verfügung. „Neben dem Gruppen- gibt es einen Neben- und einen Schlaf-Ruheraum“, erklärt Einrichtungsleiterin Irene Werwein. Mit ihr gibt es noch zehn Personen Personal.

Insgesamt bietet die neu errichtete Kita 450 Quadratmeter. „Es existiert bereits jetzt eine Warteliste. Zwar ist das Außengelände noch nicht ganz fertig“, sagt Kiesler, „aber der Park ist nicht weit, so dass die Kinder schon jetzt draußen spielen können.“

Der hauseigene Spielplatz werde jetzt zügig fertiggestellt. „Wenn die neuen Bewohner im Altenpflegeheim angekommen sind, planen wir gemeinsames Singen und Vorlese-Nachmittage, um Jung und Alt zusammenzuführen“, erklärt die pädagogische Leiterin. „Und dann feiern wir alle St. Martin gemeinsam.“