Joachim Ilbertz – die gute Seele auf der Tribüne

Wünsche : Joachim Ilbertz – die gute Seele auf der Tribüne

„Ich habe hier so viele Menschen kennengelernt, kurze und längere Gespräche mit ihnen genossen und geguckt, dass alles läuft“, berichtet Joachim Ilbertz. Er ist die gute Seele auf der verglasten Derby-Tribüne und versorgt die Gäste mit Essen und Getränken, erfüllt die großen und kleinen Wünsche.

Der gelernte Elektrogroßhändler Ilbertz kam auf einem Umweg auf die Krefelder Rennbahn. „Mein verstorbener Bruder hat hier die Technik geschaltet, und ich habe geholfen. Der damalige Wirt der Rennbahngastronomie suchte zu dieser Zeit Personal, ich habe zugesagt und bald die Gäste im Pavillon bedient.“

Dann ist Ilbertz zum Rennclub gewechselt, deckt die Tische weiß ein, schaut, dass alles sauber ist und auch der fette Lippenstift der Damen nicht mehr an den gespülten Gläsern haftet. Das ist ihm ein Gräuel. Die Gäste zahlen einen kleinen Beitrag, um die Rennen – vor allem bei schlechtem Wetter – hinter der Scheibe beobachten zu können.

Die Besucher zu bewirten ist nicht alles. Die Kollegen vom Rennclub wissen, was der 82-Jährige auch noch kann. Es kommt der Hinweis von einem Verantwortlichen: „In der großen Stube hat das TV-Gerät keinen Ton.“ Alle wissen: Joachim Ilbertz kommt schon. cf

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